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Rundfunkgebühren sollen nur um 50 Cent sinken

14.02.2014 | 09:52 Uhr |

Zuerst forderten Politiker 1 Euro weniger Rundfunkgebühren (ehemals GEZ-Gebühren) im Monat. Dann war von 73 Cent die Rede. Nun warnt ein Beratungsunternehmen vor einer so hohen Senkung und schlägt 50 Cent vor.

Ende 2013 forderte die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten): Die ehemals als GEZ-Gebühren bekannten Rundfunkgebühren sollen monatlich pro Haushalt um 73 Cent sinken. Einzelne Politiker hatten zuvor gar einen Euro weniger gefordert. Hintergrund ist, dass die Einnahmen von ARD, ZDF & Co. offenbar genug mit den Rundfunkgebühren einnehmen und sogar einen Überschuss produzieren. Die Senkung wäre die erste in der Geschichte der Rundfunkbeiträge und würde die momentan monatlich fälligen 17,98 Euro auf 17,25 Euro reduzieren.

Doch wie nun aus einem Bericht des Tagesspiegels unter Bezug auf die "Funkkorrespondenz" hervorgeht, will das Beratungsunternehmen DIW Econ die Rundfunkgebühren nur um 50 Cent im Monat senken lassen. Die 73 Cent Reduzierung findet das Beratungsunternehmen "unangemessen hoch". DIW Econ ist eine Tochtergesellschaft des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Begründung: Die hohe Reduzierung von 73 Cent im Monat nehme den Ländern mit großer Wahrscheinlichkeit den nötigen Spielraum, um auf Basis der Evaluation Reformen beim Erhebungsmodell durchzuführen.

Die Ministerpräsidenten wollen über die Reduzierung der Rundfunkgebühren am 13. März entscheiden.

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