23.01.2012, 10:51

Panagiotis Kolokythas

Filesharing-Prozess

Megaupload-Gründer Schmitz plädiert auf unschuldig

Auf Megaupload.com erscheint ein Hinweis vom FBI

Der in der vergangenen Woche verhaftete Megaupload-Gründer Kim Schmitz hat am Montag bei seinem ersten Auftritt vor Gericht auf unschuldig plädiert.
Kim "Dotcom" Schmitz hat bei seinem ersten Auftritt am Montag vor einem Gericht in Auckland (Neuseeland) seine Unschuld beteuert und alle Vorwürfe im Zusammenhang mit Internetpiraterie und dem von ihm gegründeten Online-Dienst Megaupload zurückgewiesen.
Das FBI hatte in der vergangenen Woche zu einem Schlag gegen den Filesharing-Dienst Megaupload.com ausgeholt. Medienberichten zufolge haben die Behörden in Neuseeland für den Zugriff bis zum Geburtstag vom Megaupload-Gründer am 21. Januar Kim Schmitz gewartet, weil Schmitz zu diesem Anlass einige Gäste aus Deutschland erwartet habe, denen im diesem Fall ebenfalls Urheberrechtsschutzverletzungen vorgeworfen werden. Diese Personen wurden gemeinsam mit Schmitz dann schließlich in Neuseeland verhaftet. Ein Deutscher, gegen den in diesem Fall ermittelt wird, soll sich derzeit noch auf der Flucht befinden.
Die Verteidigung von Kim Schmitz hat der Promi-Anwalt Rober S. Bennett übernommen, der den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton während der Lewinsky-Affäre vertrat. Bennett soll vor allem verhindern, dass Kim Schmitz an die USA ausgeliefert wird.
Das Gericht in Auckland wird nun zunächst bis Mittwoch entscheiden, ob Schmitz in Haft bleiben wird oder gegen Zahlung einer Kaution frei gelassen wird, wie es der Anwalt von Schmitz fordert. Die Staatsanwaltschaft lehnt dagegen eine Freilassung von Schmitz gegen Kaution ab, weil Fluchtgefahr drohe. 
Interessant ist auch ein Bericht, den die New York Post am Wochenende veröffentlichte. Laut diesem Bericht soll der Musiker und Produzent Swizz Beatz als CEO von Megaupload agiert haben. Der Megaupload-Anwalt Ira Rothken dementierte diesen Bericht allerdings umgehend. Rothken räumte allerdings ein, dass es einmal Verhandlungen mit Beatz für den CEO-Posten bei Megaupload gegeben habe, diese allerdings nie offiziell waren. Unklar ist, weshalb Beatz dann für kurze Zeit von Megaupload als CEO gelistet wurde, wie dieses Bild belegt.
Vor allem Unterhaltungsunternehmen werfen Megaupload vor, die Piraterie von Musik und Filmen begünstigt zu haben. Das hinderte allerdings viele namhafte Musikkünstler nicht daran, aktiv an einem Werbe-Musikvideo für Megaupload mitzuwirken. Brisant: Das Musikunternehmen Universal Music Group (UMG) versuchte die Veröffentlichung des Clips auf Youtube zu verhindern, obwohl dessen Inhalte gegen keinerlei Rechte von UMG verstoßen. Das Video ist mittlerweile aber auch dauerhaft auf Youtube verfügbar.
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