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Rund 10.000 Microsoft-Nutzerdaten an deutsche Behörden geschickt

30.09.2013 | 15:22 Uhr |

Ob Hotmail oder Skype - insgesamt wollten deutsche Behörden 2013 bislang über 10.000 Mal mehr über Nutzer von Microsoft-Diensten wissen. In über 80 Prozent der Fälle bekamen sie eine Antwort.

Zwischen Januar und Juni 2013 gingen 37.196 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden bei Microsoft und Skype ein. Zusammen wollten die Behörden über 66.359 Accounts Bescheid wissen. In rund 77 Prozent der Fälle rückte Microsoft mit den Daten heraus - allerdings nur mit Meta-Daten, also beispielsweise wer wann mit wem via Skype telefoniert hat. Aber nicht, was gesprochen wurde. In 21 Prozent der Fälle verweigerte Microsoft jegliche Datenfreigabe. In genau 2,19 Prozent der Fälle habe man auch Inhalte weitergegeben. Von diesen 2,19 Prozent gingen die meisten Daten an die USA, nämlich 92 Prozent. Insgesamt - betrachtet man alle Anfragen - wollten Behörden aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, der Türkei und Deutschland am meisten wissen. Zusammen seien sie für 73 Prozent der Anfragen verantwortlich. Auch bei den reinen Skype-Anfragen mischte Deutschland bei den neugierigsten Vier mit.

So stellte allein Deutschland 5.185 Anfragen nach insgesamt 9.670 Microsoft-Accounts. Nur 0,8 Prozent davon wurden von Microsoft zurückgewiesen; immerhin 15,9 Prozent konnte man mangels Daten nicht beantworten. Inhalte wurden 2013 bislang überhaupt keine an deutsche Behörden weitergegeben, sagt Microsoft. Bei den reinen Skype-Anfragen macht die Zahl deutscher Anfragen 558 aus. Zu insgesamt 2.309 Skype-Accounts wollte man mehr wissen. 5 Prozent der Anfragen wurden von Microsoft zurückgewiesen und zu 8,6 Prozent waren keine Daten vorhanden. Die restlichen über 80 Prozent wurden mit Meta-Daten beantwortet.

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