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Rumble-Gamepads schädigen Kinderhände

04.02.2002 | 11:20 Uhr |

Stundenlanges Computerspielen in Verbindung mit so genannten "Rumble-Gamepads" gefährdet die Gesundheit von Kindern: Sie können am so genannten "hand arm vibration syndrom" erkranken. Experten empfehlen demzufolge, auf den Geräten eine Gesundheitswarnung anzubringen.

Stundenlanges Computerspielen in Verbindung mit so genannten "Rumble-Gamepads" gefährdet die Gesundheit von Kindern: Sie können am so genannten "hand arm vibration syndrom" erkranken. Dies geht aus einer Analyse des britischen "Great Ormond Street Children's Hospital" hervor.

Dementsprechend haben sich Ärzte und Wissenschaftler dafür ausgesprochen, allen Spielen die Rumble-Gamepads nutzen, eine Gesundheitswarnung mit auf den Weg zu geben. Kinder sollten pro Tag maximal bis zu zwei Stunden spielen. Mittlerweile hat sich die "National Society for the Prevention of Cruelty to Children" (NSPCC) diesem Vorhaben angeschlossen. Nach Informationen der NSPCC gibt es gegenwärtig keine Richtlinien oder Empfehlungen für diesen Bereich.

Hard- und Softwarefirmen verweisen indes auf die vorliegenden Handbücher und Anleitungen. Eine der bekanntesten Spieleentwickler; Eidos Interactive, betont, dass die Verantwortung bei den Herstellern der Gamepads liegt, nicht bei den Spiele-Entwicklern. Zudem hätten die hauseigenen Spiele bereits die entsprechenden Warnhinweise auf der Verpackung.

Sony Computer Entertainment, Hersteller vibrierender Handsets für seine Konsolen, verweist ebenfalls auf bereits bestehende Warnungen. So wird in allen Handbüchern und Anleitungen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Anwender alle 15 Minuten eine Pause einlegen sollten. Wie lange allerdings höchstens gespielt werden sollte, geben die Hersteller nicht an.

Das so genannte "hand arm vibration syndrom" kann vor allem bei Bauarbeitern beobachtet werden, die häufig mit Bohrmaschinen hantieren. Das Syndrom äußert sich in Form von geschwollenen Händen und weiß angelaufenen Fingern. Im vorliegenden Fall wurde ein Junge in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem er pro Tag bis zu sieben Stunden vor dem Bildschirm verbrachte.

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