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Rücksendekosten: Änderungen im Widerrufsrecht

24.11.2004 | 12:44 Uhr |

Darüber werden sich Online-Anbieter und Ebay-Power-Seller freuen: Sie haben künftig mehr Chancen, bei einem Widerruf die Kosten für eine Warenrücksendung auf den Käufer abzuwälzen.

Wenn Sie als Verbraucher von Ihrem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch machen, müssen Sie die Ware zurückschicken und bekommen Ihr Geld zurück beziehungsweise müssen die Ware gar nicht erst bezahlen.

Wer dabei das Porto für die Rücksendung der Ware zahlt, wurde vom Gesetzgeber festgelegt:
Hat der Verkäufer ein Rückgaberecht eingeräumt, kommt in jedem Fall er für die Rücksendekosten auf.
Hat er ein Widerrufsrecht eingeräumt, müssen Sie als Käufer das Porto tragen, wenn der Wert Ihrer Bestellung unter 40 Euro liegt.

Zu diesem Punkt wird es demnächst einige Änderungen geben.

In Kürze wird das Gesetz zur Änderung der Vorschriften über Fernabsatzverträge bei Finanzdienstleistungen in Kraft treten. Dieses Gesetz wird auch Auswirkungen auf das Widerrufsrecht haben.

Online-Versender und Power-Seller bei Ebay werden sich über die Änderungen freuen. Sie ärgern sich häufig darüber, dass ihre Kunden mehrere Produkte bestellen (beispielsweise Kleidung in unterschiedlichen Größen) und der Bestellung schon zu entnehmen ist, dass letzten Endes doch nur ein Artikel gekauft wird – wenn überhaupt. Die Versender wissen also von vornherein, dass Ware zurückkommen wird. Und auf den Kosten für die Rücksendung sind meistens sie sitzen geblieben.

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