24026

Rückrufaktion: Defekte Notebook-Akkus bei Lenovo

02.03.2007 | 14:43 Uhr |

Lenovo ruft mehr als 200.000 Notebooks zurück. Ob Ihr Gerät betroffen ist und was im schlimmsten Fall passieren kann, erfahren Sie hier.

Notebook-Hersteller Lenovo ruft weltweit mehr als 200.000 Notebook-Akkus zurück. Es handelt sich dabei um Zellen von Sanyo , die bei heftigen Stößen, wie sie etwa bei einem Sturz des Notebooks entstehen können, in Brand geraten können. Die betroffenen Akkus können anfangen zu schmoren und das Gerät beschädigen, wenn eine Ecke des Akkus einem Schlag ausgesetzt wird. Anders als bei vergleichbaren Fällen im vergangenen Jahr handelt es sich somit nicht um eine akute Gefahr - dafür aber um einen Fehler, der auch bei ausgeschaltetem Notebook auftreten kann. Bislang seien vier Fälle bekannt geworden, bei denen glücklicherweise nur geringer Sachschaden entstand.

Anwender, die befürchten, dass sie betroffen sein könnten, informieren sich auf der Sonderseite
beim Hersteller. Verbaut wurden die Akkus in Notebooks der Think-Pad-Reihe, namentlich in den Modellreihen R60 und R60e, T60 und T60p, Z60m, Z61e, Z61m und Z61p. Auch nachgekaufte Akkus können betroffen sein.

Wer einen sechszelligen Akku vorfindet, kann beruhigt sein, möglicherweise betroffen sind die neunzelligen Akkus mit der Teilenummer FRU P/N 92P1131. Diese wurden zwischen November 2005 und Februar 2007 verkauft. Ob Ihr Akku betroffen ist, erfahren Sie über die Eingabe der Seriennummer - entweder von Hand oder mit Hilfe eines kleinen Tools, das Lenovo auf der Seite bereitstellt. Fragen zur Rückrufaktion beantwortet Lenovo unter 01805/253558. Das Unternehmen verschickt im Schadensfall einen Ersatzakku und einen freigemachten Umschlag zum Zurücksenden des defekten Akkus.

Die Lithium-Ionen-Akkus wurden von Sanyo und Lenovo gemeinsam entwickelt und von Lenovo getestet. Wie die Unternehmen sich die Kosten für die Rückrufaktion teilen, wird derzeit ausgehandelt. Bislang sind lediglich Lenovo-Notebooks betroffen. Es ist aber möglich, dass die von Sanyo stammenden Akkus auch in Geräten anderer Fabrikate verbaut wurden, so dass gegebenenfalls auch andere Hersteller in den nächsten Tagen Rückrufaktionen starten könnten. Das war bei vergleichbaren Vorfällen im vergangenen Jahr der Fall – damals waren nach und nach mehrere Millionen Notebooks betroffen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
24026