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Rückruf bei VW, Skoda und Seat wegen Airbag-Problemen

15.05.2013 | 13:47 Uhr |

Schon wieder ein Rückruf bei Volkswagen: Über 6000 Kleinstwagen vom Typ Up! müssen in Deutschland in die Werkstatt, weil die Seiten-Airbags versagen können. Die Volkswagen-Töchter Skoda und Seat müssen ihre Versionen des Up!, also den Citigo und den Mii, ebenfalls zurückrufen. Über 40.000 relativ neue Fahrzeuge sind weltweit betroffen.

Erst kürzlich musste Volkswagen in China und Japan zusammen über 470.000 PKWs wegen Problemen mit dem Automatikgetriebe DSG in die Werkstätten zurückrufen. Auch in Deutschland gibt es offensichtlich öfters Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe von VW.

Nun trifft die Volkswagen-Gruppe in neuer Schlag: Über 40.000 Fahrzeuge der Modelle Up!, Citigo und Mii (die so genannte ‚New Small Family‘) müssen zwangsweise einen Boxenstopp in den Werkstätten von VW, Skoda und Seat einlegen. Weil die Sensoren für die Seiten-Airbags vom Airbag-Steuergerät aufgrund eines Konfigurationsfehlers nicht erkannt werden könnten. Und deshalb bei einem Seiten-Crash die Airbags sich nicht öffnen. Die Gurtstraffer können demnach ebenfalls bei einem Unfall versagen. Gerade bei einem Kleinstwagen wie der Up!-Familie sind die Airbags für das Überleben der Insassen besonders wichtig. Weil Kleinstwagen nur über eine kleine Knautschzone verfügen und ein vergleichsweise geringes Kampfgewicht auf die Waage bringen. Insofern ist dieser Rückruf eine besonders ernste Sache.

Volkswagen ruft deshalb von seinem Kleinstwagen Up! 6171 in Deutschland verkaufte Fahrzeuge in die Werkstatt, Skoda und Seat rufen ihre entsprechenden Zwillingsmodelle Citigo (fast 2000 Exemplare) und Mii (über 1300 Exemplare) in Deutschland ebenfalls zurück. Weltweit (konkret sind damit die Märkte Europa, Japan und Australien gemeint) sind über 40.000 fehlerhafte Kleinst-PKW betroffen. Alle stammen aus dem Produktionszeitraum Januar 2013 bis März 2013. Es handelt sich also um fast fabrikneue Fahrzeuge.

Sonja Tyczka von der Volkswagen AG-Produktkommunikation erklärte auf unsere Nachfrage: „Kunden mit Fahrzeugen aus diesem Zeitraum werden angeschrieben, um einen Werkstatttermin zu vereinbaren, bei dem ein Software-Update vorgenommen und so der Fehler behoben wird". Laut Volkswagen soll das Aufspielen des Software-Updates 30 Minuten dauern.
 
Rückrufe ohne Ende

Erst vor wenigen Tagen rief die Fiat-Tochter Jeep verschiedene Geländewagen-Modelle in die Werkstätten, weil diese aufgrund eines Fehlers in der Automatik ungewollt losfahren konnten. Mercedes rief den Citan wegen Problemen mit dem Seiten-Airbag zurück. Voraus gegangen war ein für Mercedes desaströs verlaufender Crashtest dieses Modells. BMW muss 64.000 ältere 3er-Modelle wegen defekter Airbags zurückrufen, Toyota, Nissan, Mazda und Honda starteten aus dem gleichen Grund bereits Mitte April einen Riesenrückruf. Und wieder einige Zeit vorher riefen Kia und Hyundai weltweit weit über eine Million Fahrzeuge zurück.

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