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Rückruf - 7er BMW kann ungewollt losrollen und die Türen öffnen

06.03.2014 | 13:27 Uhr |

BMW muss sein Flaggschiff zurückrufen: Den 7er BMW. Allerdings nur in China. Weil die Luxus-Limousine plötzlich losrollen kann und weil sich Türen während der Fahrt ungewollt öffnen könnten.

BMW ruft über 10.000 Exemplare seines Flaggschiffs zu einem außerplanmäßigen Aufenthalt in die Werkstätten zurück. Wegen zwei Problemen: Der BMW 7er könnte sich plötzlich in Bewegung setzen, wenn er an einer Steigung geparkt ist. 8676 BMW 7er sollen von diesem Problem betroffen sein. Außerdem könnten sich während der Fahrt auf einer besonders holprigen Straße die Türen öffnen. Deswegen müssen weitere 1559 Vertreter des Topmodells in die Werkstätten. In beiden Fällen sollen Softwareprobleme die Ursache sein. In der Werkstatt lässt BMW dann die Software der Fahrzeuge aktualisieren.

Wie die Pressestelle von BMW auf Nachfrage der PC-WELT erklärte, sind in Deutschland keine Fahrzeuge betroffen. Der Rückruf gilt also nur für 7er BMWs im Reich der Mitte. Weshalb es diesen Unterschied gibt, sagte uns BMW nicht. Deutsche Auto-Hersteller reagieren in China aber generell sehr schnell auf Kritik an der Qualität ihrer Fahrzeuge – zu wichtig ist der boomende chinesische Automarkt für die deutschen Produzenten. Zudem wird kolportiert, dass die Kritik in den chinesischen Medien staatlich gesteuert oder zumindest von staatlichen Stellen gebilligt wird. Und mit dem chinesischen Staat will es sich nun einmal niemand verscherzen. Bestes Beispiel aus der Vergangenheit ist der große Rückruf von Volkswagen wegen Problemen mit dem DSG. Hier reagierte VW relativ schnell auf den Druck, der durch chinesische Medien ausgeübt wurde. In Deutschland dagegen verhielt und verhält sich VW erheblich zögerlicher.

Der 7er ist das Top-Modell der Bayerischen Motorenwerke. In den 7er packt BMW alles rein, was technisch möglich und bezahlbar ist. Nach und nach halten die technischen Neuerungen des 7ers dann auch in den günstigeren Modellen Einzug. Obwohl die Entwicklung neuer Technologien, z um Beispiel neuer Sicherheitsassistenten wie das Nachtsichtgeräts Night Vision oder der „Um die Eck schauenden Kameras“ von Side View, den Preis für den 7er nach oben treibt, gilt unter Marktbeobachtern die Gewinnmarge des Top-Modells als beachtlich. Mit einem 7er-BMW, genauer gesagt mit einem 740 xDrive, führten wir auch unseren Test von BMW ConnectedDrive durch. Das technische Non-Plus-Ultra in der automobilen Oberklasse stellt der 7er derzeit allerdings nicht mehr dar, die im letzten Jahr vorgestellte S-Klasse dürfte derzeit die Rolle des Technologieführers in Anspruch nehmen . Dank vieler Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen wie beispielsweise das weiter entwickelte Distronic Plus, Pre Safe und Co.

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Rückrufe reißen nicht ab

Rückrufe gibt es wie Sand am Meer, nahezu alle wichtigen Hersteller sind davon betroffen, wie dieser Überblick zeigt. BMW musste im letzten Jahr Fahrzeuge unter anderem wegen Airbag-Problemen und Bremsen-Problemen zurückrufen. Besonders hart erwischte es zuletzt General Motors. Der US-Automobil-Hersteller musste einen Riesenrückruf starten, nachdem es wegen technischen Problemen bereits zu mehreren tödlichen Unfällen gekommen war.

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