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Rot gegen Schwarz: Neuer EMail-Push Dienst RedBerry

Der chinesische Mobilfunkbetreiber China Unicom hat im Land des Lächelns einen neuen E-Mail-Dienst auf den Markt gebracht, der unverhohlen den bekannten Blackberry-Dienst von RIM zum Vorbild hat.

Der zweitgrößte chinesische Mobilfunkbetreiber China Unicom hat im Land des Lächelns einen neuen E-Mail-Dienst auf den Markt gebracht, der unverhohlen den bekannten Blackberry-Dienst von Research in Motion (RIM) zum Vorbild hat. Bereits der Name weist darauf hin, dass es sich hierbei im Endeffekt um eine Kopie handelt: die Chinesen haben ihren Dienst RedBerry getauft. In einer entsprechenden Unternehmensaussendung heißt es: "Der Name RedBerry erweitert den klaren Namen BlackBerry, den die Leute kennen, um das neue rote Symbol China Unicoms".

Der chinesische E-Mail-Service funktioniert ähnlich wie RIMs BlackBerry-Lösung, ist allerdings wesentlich günstiger. RedBerry verlangt weniger als einen Dollar pro Monat für einen einfachen Zugang, für jede gesendete E-Mail müssen aber noch ein paar Cent zusätzlich gezahlt werden.

Während China Unicom mit RedBerry also vor allem den Verbrauchermarkt anvisiert, will sich RIM wie gewohnt auf Businesskunden konzentrieren. Daher gehen Analysten nicht davon aus, dass die für Ende Mai geplanten Expansionsbestrebungen RIMs in China in ernsthafter Gefahr sind.

Mit zunehmendem Wettbewerbsdruck hat RIM auch in Europa zu kämpfen. Der mobile E-Mail-Markt, der in den vergangenen Jahren vor allem mit BlackBerrys verbunden wurde, wird für Kunden und dementsprechend auch für Anbieter immer attraktiver. In jüngster Vergangenheit sind daher verschiedene Konkurrenzprodukte erschienen, wie z.B. der von Siemens entwickelte EMail-Push Dienst MobyTrip . Auch Branchengrößen wie Nokia oder Microsoft drängen zunehmend auf den Markt, so dass in Zukunft mit einer ganzen Reihe von Smartphones mit eingebauter Push-E-Mail-Funktion zu rechnen ist.

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