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Rootkits erlangen viel Aufmerksamkeit

15.04.2005 | 12:51 Uhr |

Neben den IM-Würmern (Instant Messenger) stehen die Windows Rootkits zurzeit im Fokus des Interesses. Rootkits sind die Tarnkappen der digitalen Schädlinge.

Neben den IM-Würmern (Instant Messenger) stehen die Windows Rootkits zurzeit im Fokus des Interesses. Rootkits sind die Tarnkappen der digitalen Schädlinge. Der ursprünglich aus der Unix-Welt stammende Begriff Rootkit bezeichnet heute, auf Windows-PCs bezogen, Programme zum Verstecken von schädlicher Software (Malware). Das Rootkit selbst enthält keinen schädlichen Code im üblichen Sinne. Es modifiziert allerdings zum Beispiel Registry-Einträge oder laufende Prozesse, um die Anwesenheit anderer Malware zu tarnen.

Virenforscher melden, dass sich Rootkits derzeit zunehmender Beliebtheit unter Virenprogrammierern erfreuen. Luis Corrons vom Antivirus-Hersteller Panda Software berichtet, man habe Rootkits auch im Zusammenspiel mit Trojanischen Pferden entdeckt, die eine Fernsteuerung infizierter PCs über das Internet ermöglichen.

Virenforscher passen ihre Programme an, damit sie die digitalen Tarnkappen erkennen. Auch Microsoft hat sich der Erkennung zumindest eines solchen Rootkits angenommen - das am Dienstag dieser Woche aktualisierte " Windows Malicious Software Removal Tool " soll das Rootkit "Hack Defender" ("Win32/Hackdef") aufspüren können. Der Antivirus-Hersteller F-Secure führt einen öffentlichen Beta-Test seiner Enttarnungs-Software " Blacklight " durch und auch andere Hersteller arbeiten an der Verbesserung der Erkennung von Rootkits. Es entsteht allerdings ein wenig der Eindruck, es werde zurzeit mehr Wind um diese Rootkits gemacht als nötig.

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