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Rootkits auf jedem fünften Windows-PC?

07.12.2005 | 14:41 Uhr |

Die meisten Rootkits gelangen mit heimlich installierter Spyware auf den Rechner.

Microsofts kleine Wurm-Kur (MRT, Malicious Software Removal Tool) erkennt und entfernt auch einige verbreitete Rootkits. Das monatlich über Windows-Update aktualisierte Programm liefert auch statistische Daten über entdeckte und entfernte Schädlinge. Diese Zahlen besagen, dass auf jedem fünften untersuchten PC mit Windows XP ein Rootkit gefunden wurde.

Rootkits dienen dazu, die eigentlichen Schädlinge, etwa Trojanische Pferde, zu verbergen. Sie klinken sich tief in das System ein und manipulieren die Informationen, die Windows über die auf der Festplatte gespeicherten Dateien liefert. Somit werden die eigentlichen Schädlinge praktisch unsichtbar, auch für die meisten heutigen Virenscanner.

Nach Angaben von Microsoft findet das MRT immer wieder vor allem die Rootkit-Familien "FU", " WinNT/Ispro " und "Hacker Defender" ( Win32/HackDef ). Ispro-Rootkits wurden in diesem Jahr auf etwa der Hälfte aller untersuchten PCs gefunden, auf denen Windows XP ohne Service Pack installiert war. Bei Rechnern mit Windows XP und Service Pack 1 oder 2 waren es immerhin noch 20 Prozent. Für die als Open Source erhältlichen FU-Rootkits ergeben sich ähnliche Zahlen, Hacker Defender rangiert mit einigem Abstand dahinter. Hacker Defender wird auch in einer kommerziellen Version über das Internet vertrieben ( wir berichteten ).

Microsofts Wurm-Kur soll ab 13. Dezember auch den Rootkit-ähnlichen Teil von Sonys Kopierschutzsoftware XCP erkennen und entfernen können. Die aktuelle Beta-Version von Microsoft Antispyware (künftig: " Windows Defender ") kann das bereits ( wir berichteten ).

Download: Microsoft Antispyware

Download: Microsoft Windows Malicious Software Removal Tool

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