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Rootkit-Verkauf gestoppt

06.03.2006 | 16:11 Uhr |

Die kommerzielle Version des Rootkits Hacker Defender wird eingestellt.

Der Programmierer des Rootkits "Hacker Defender" hat verkündet, er werde die kommerzielle Version seines Rootkits nicht länger anbieten. Diese Version enthält regelmäßig aktualisierte Funktionen zur Abwehr von Anti-Rootkit-Techniken ( wir berichteten ). Dadurch soll die Entdeckung durch Antivirus-Programme verhindert werden.

Der Programmierer, der sich "holy_father" nennt, erklärt auf seiner Website, er sei des Schachspiels mit den Antivirus-Herstellern müde. Er tritt außerdem Vorwürfen entgegen, er sei nur hinter dem Geld her. Vielmehr habe das Anbieten der kommerziellen Version der Geheimhaltung gedient. Ferner widerspricht er Anschuldigungen, er habe mit seinem Programm Kriminelle unterstützt.

Der finnische Antivirus-Hersteller F-Secure erntet Lob und Kritik von "holy_father". Deren Programm Blacklight zeige eine beachtliche Entwicklung, weise jedoch noch Schwachpunkte auf. Auch das aus China stammende Programm "Ice Sword" (siehe PC WELT 2/2006) zur Entdeckung von Rootkits wird lobend erwähnt.

Die Virenforscher von F-Secure begrüßen in ihrem Weblog die Einstellung der kommerziellen Fassung. Sie geben jedoch zu bedenken, dass Hacker Defender Open Source ist und es daher auch weiterhin Versionen geben wird, die nicht öffentlich zugänglich sein werden.

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