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Rootkit-CDs: Sony einigt sich mit US-Bundesstaaten

20.12.2006 | 11:51 Uhr |

Vor gut einem Jahr geriet Sony wegen der Integration eines Rootkit-artigen Kopierschutzes auf einigen seiner Musik-CDs in die Negativ-Schlagzeilen. In den USA haben daraufhin diverse Anwender und Bundesstaaten Sony verklagt. Mit den Staatsanwälten von Texas und Kalifornien wurden nun Einigungen erzielt.

Der Rootkit-artige Kopierschutz, den Sony im vergangenen Jahr bei einigen Musik-CDs eingesetzt hat, hat nicht nur dem Ruf des Unternehmens geschadet, auch finanziell waren und sind die Folgen spürbar. Vor sieben Monaten konnte der Konzern sich bereits mit den Vertretern einer Sammelklage in dieser Sache einigen, nun wurden auch die Verfahren eingestellt, die die US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien angestrengt hatten. Dies meldet der IDG News Service. Demnach wird Sony den beiden Staaten 1,5 Millionen US-Dollar als Strafe für die Verwendung dieses Kopierschutzes zahlen. Recht kurz entschlossen hat sich dabei offenbar Kalifornien gezeigt. Demnach hat der Bundesstaat die Klage am selben Tag eingereicht, an dem auch die Einigung mit Sony erzielt wurde.

Im Rahmen der Vereinbarung mit Texas und Kalifornien wurde Sony darüber hinaus dazu verpflichtet, jedem Einwohner dieser Staaten, dessen Ansicht nach der Kopierschutz ihren Rechner beschädigt hat, bis zu 175 US-Dollar zur Abdeckung von Reparaturkosten zu erstatten. In diesem Zusammenhang erklärte Paco Felici, ein Sprecher des Büros des Staatsanwalts von Texas, dass bei einigen Anwendern CD-Laufwerke zerstört wurden, als die Antispyware-Software von AOL versucht hat, den Sony-Kopierschutz zu entfernen.

Darüber hinaus wurde Sony dazu verpflichtet, innerhalb der nächsten fünf Jahre keine Software mehr auf Musik-CDs zu integrieren.

US-Staat verklagt Sony BMG für umstrittenen Kopierschutz (PC-WELT Online, 23.11.2006)

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