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Rohlings-Hersteller planen günstigere Blu-ray-Fertigung

21.02.2008 | 11:02 Uhr |

Eine Umstellung des Fertigungsprozesses soll die Herstellung von Blu-ray-Rohlingen billiger machen - allerdings könnten Inkompatibilitäten zu Brennern auftreten.

Namhafte Medienhersteller wie beispielsweise Fuji und Maxell liebäugeln derzeit mit einem neuen Fertigungsprozess für Blu-ray-Rohlinge. Bisher war die Herstellung der Medien auf Basis eines anorganischen Phase-Change-Materials aufwändig und teuer. Die fertigen Beschichtungen ändern nach Erhitzung durch den Laser eines Brenners ihren Zustand von amorph in kristalin. Gebrannte Bereiche reflektieren wenig Licht im Gegensatz zu ungebrannten Segmenten („High to Low"). Statt diesem Verfahren wollen die Hersteller nun auf organische Farbstoffe setzen, die in ähnlicher Form bei der CD- und DVD-Fertigung zum Einsatz kommen.

Das Produktionsverfahren ist günstiger als die aktuelle Methode, was am Ende auch den Kunden zugute kommt. Allerdings hat die Sache einen technischen Haken: Aufnahmespuren derartiger Rohlinge reflektieren im Gegensatz zu aktuellen Rohlingen im gebrannten Zustand viel Licht und im unbehandelten Bereich wenig („Low to High"). Dies könnte zu Problemen mit bereits erhältlichen Blu-ray-Brennern und -Playern führen, die nicht mit solchen Medien klarkommen und sich nicht per Firmware-Upgrade aktualisieren lassen. Zunächst sollen die neuen Rohlinge in Japan auf den Markt kommen. In Deutschland darf frühestens im Herbst mit ersten Exemplaren gerechnet werden. Preise stehen noch nicht fest.

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