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Roboter Ray parkt Autos automatisch ein

23.06.2014 | 14:57 Uhr |

Am Flughafen Düsseldorf nimmt der Parkroboter Ray seinen Dienst auf. Fluggäste können dort ihr Fahrzeug abgeben und durch Ray automatisch einparken lassen. Zurück bringt er das Fahrzeug ebenfalls vollautomatisch.

Nach dem erfolgreichen Abschluss einer ersten Testphase startet jetzt am Flughafen Düsseldorf der umfangreichere Einsatz eines Parkroboters. Am Dienstag nimmt der Parkroboter Ray in einem ausgewählten Premium-Parkhaus seinen Betrieb auf. Wer dann dort sein Fahrzeug abgibt, bekommt es vollautomatisch eingeparkt. Hoffentlich ohne Kratzer an Karosserie und Alu-Felgen und auch ohne verzogenen Rahmen.

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Der Park-Roboter "Ray" bestückt zunächst 260 Parkplätze mit Autos von Fluggästen. Der Fahrer lässt dazu sein Auto auf einem Stellplatz am Parkhauseingang stehen. Ray übernimmt den Wagen mit seiner Gabelstapler-ähnlichem Vorrichtung, wobei er die Fahrzeuge an den Rädern wenige Zentimeter in die Luft anhebt. Und dann mit dem angehobenen Fahrzeug einen freien Stellplatz im Parkhaus ansteuert. Dabei berücksichtigt Ray die unterschiedlichen Fahrzeuggrößen.

Video: Roboter parkt Autos automatisch ein

Der Vorteil von Ray: Er kann auf viel engerem Platz navigieren. Es passen also deutlich mehr Fahrzeuge in das Parkhaus, als es der Fall wäre, wenn die Fahrer alle selbst einparken würden. Hierzu sortiert Ray die bereits geparkten Fahrzeuge während der Nacht und optimiert damit die Auslastung des Parkhauses. Von bis zu 40 Prozent mehr Fahrzeugen ist die Rede, die in ein Parkhaus passen.

Zudem parkt Ray immer sauber und schön mittig ein, so dass auch große Limousinen und überdimensionierte SUVs einen Platz finden, ohne Nachbar-Fahrzeugen zu nahe zu rücken oder gar zwei Parkplätze mit einem Wagen zu belegen – letzteres sieht man gerade in älteren, engen Parkhäusern immer wieder, wenn grobmotorisch veranlagte Autofahrer ihre offensichtlich viel zu großen Fahrzeuge eingeparkt haben.

Ray bietet also eine größere Auslastung für den Parkplatzbetreiber und damit auch mehr Einnahmen und gleichzeitig weniger Stress für den Fahrzeuglenker.

Sofern das Parkhaus nicht erst mit dem Roboter nachgerüstet werde, sondern von vornherein für ihn geplant würde, sollen sich sogar bis zu 60 Prozent mehr Wagen unterbringen lassen im Vergleich zu einem herkömmlichen Parkhaus. Übrigens ist im Parkhaus nicht ein einziger Ray im Einsatz, sondern mehrere dieser Parkroboter.

Zusätzlich ist Ray an die Datenbank mit den landenden Flügen abgebunden. Er erfährt also, wenn ein Fahrzeugbesitzer landet und stellt automatisch dessen Wagen bereit. Der Fahrer wiederum kann per Smartphone-App sich über den Status seines Fahrzeugs und über den Abholplatz informieren lassen.

Das oberbayerische Unternehmen Serva Transport Systems produziert Ray.

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