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Obelix rollt durch deutsche Straßen

22.08.2012 | 13:10 Uhr |

Roboter Obelix legte gestern rund vier Kilometer durch die Freiburger Innenstadt zurück. Der Roboter soll in Zukunft Einkäufe selbstständig erledigen können.

Wissenschaftler des internationalen Forschungsprojekts „European Robotic Pedestrian Assistant“ (EUROPA) haben einen Roboter gebaut, den sie zu Testzwecken durch die Freiburger Innenstadt rollen ließen. Der Roboter, auf den Spitznamen Obelix getauft, begann seinen Weg an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg und fuhr zum vier Kilometer entfernten Bertoldsbrunnen in der Fußgängerzone Freiburgs. Dank seiner Sensoren soll Obelix den Weg selbstständig finden und dabei Baustellen und Schilder erkennen.
 
Obelix scannt seine Umgebung zehnmal pro Sekunde und erstellt auf Basis der Daten ein dreidimensionales Bild. Aufgrund der hohen Scan-Frequenz soll er statische und bewegliche Hindernisse wie Fußgänger schnell unterscheiden können. Obelix berechnet die Bewegungsrichtung von Autos und Fußgängern und könne durch Ausweichen reagieren, sagen die Forscher. Nur einmal sei er auf dem Testlauf in Freiburg verwirrt gewesen, als er die Orientierung verloren habe. Die Forscher mussten manuell eingreifen, danach ging es aber wie geplant weiter. In eines der Freiburger Bächle ist Obelix aber nicht gefallen. Dem Volksmund nach heiraten ins Bächle Gefallene einen Freiburger oder eine Freiburgerin. Man müsse also keine Roboterfrau für Obelix bauen, meint der Leiter des Projekts, Prof. Dr. Wolfram Burgard, scherzhaft.
 
In der Zukunft sollen Roboter wie Obelix selbstständig Einkäufe erledigen können. Vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung sei das Konzept eine große Hilfe. Wie Obelix & Co. vor Vandalismus und Diebstahl geschützt werden müssen, bleibt noch eine offene Frage.

Hilfe im Haushalt? - Putzroboter angetestet:

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