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Roboter-Dino soll Haus bewachen

06.11.2002 | 13:33 Uhr |

Die japanischen Unternehmen Sanyo und Tmsuk haben einen Hausroboter vorgestellt, der Einbrecher sowie Feuerentwicklung erkennen und den jeweiligen Besitzern melden kann. Ob die Maschine im Dinosaurier-Look über genügen Abschreckungspotenzial verfügt, bleibt allerdings fraglich.

Die japanischen Unternehmen Sanyo und Tmsuk haben einen Hausroboter vorgestellt, der Einbrecher sowie Feuerentwicklung erkennen und den jeweiligen Besitzern melden kann. Ab nächstem Mittwoch nehmen die Unternehmen Bestellungen entgegen, für das nächste Jahr wird mit 50 Bestellungen des so genannte "Banryu"-Roboters gerechnet.

Banryu, was so viel wie "bewachender Dinosaurier" bedeutet, ist einen Meter lang, 80 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter breit und wiegt 40 Kilogramm. Seine Geschwindigkeit entspricht derjenigen seiner Namensgebenden ausgestorbenen Vorfahren. Mit 15 Metern pro Minute gehört Banryu nicht gerade zu den Sprintern. Höhenunterschiede bis maximal 15 Zentimetern sollen kein Problem darstellen. Eine Batterieladung reicht für eine Stunde Laufzeit, der Roboter kann aber auch mit einem - entsprechend langen - Kabel dauerhaft mit Strom versorgt werden.

Das Gerät kann Personen, die in der Nähe vorbeilaufen, und den Geruch von Rauch erkennen. In diesen Fällen warnt Banryu den Besitzer per Anruf auf sein Handy. Der Besitzer kann sich dann über Videos, die der Roboter per eingebauter Videokamera anfertigt, am Handy ein Bild der Situation verschaffen und den Roboter per Mobiltelefon fernsteuern.

Über Lautsprecher im Banryu kann der Besitzer auch mit Personen sprechen, die sich in Hörweite des Roboters befinden. Inwiefern sich allerdings Einbrecher von einem sprechenden, sich langsam bewegenden Mini-Dino beeindrucken beziehungsweise sogar verjagen lassen, bleibt fraglich.

Preislich bewegt sich Banryu nicht gerade in Discounter-Regionen - er soll 16.410 Dollar kosten. Nach der Einführungsphase Anfang nächsten Jahres wollen die Unternehmen entscheiden, ob das Gerät in die Massenproduktion geht.

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