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Transport-Drohne versorgt US-Truppen in Afghanistan

08.09.2010 | 09:20 Uhr |

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat einen unbemannten Transporthelikopter für den Einsatz in Afghanistan entwickelt. Das auf dem bemannten K-MAX-Modell basierende Fluggerät soll das US-Militär künftig als unbemanntes Transportvehikel unterstützen und Truppen im Kampfeinsatz mit Nachschub versorgen - ohne dass dabei Piloten Gefahr laufen, abgeschossen zu werden.

Dazu wird das Fluggerät mithilfe eines Notebooks aus bis zu 200 Kilometern Entfernung ferngesteuert.

Der K-MAX kann bis zu 2,7 Tonnen Nutzlast transportieren - mehr als das Eigengewicht des Robocopters. Dabei erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde und hat eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Der unbemannte K-MAX bietet weiterhin Platz für einen Piloten und kann somit im Notfall auch als bemanntes Vehikel eingesetzt werden.

Unbemanntes Kriegsgerät auf dem Vormarsch

Mit dem unbemannten Transporthubschrauber setzt die US-Armee ihren Kurs konsequent fort, zunehmend auf unbemanntes Kriegsgerät zu setzen. Mit dem K-MAX hoffen die Streitkräfte vor allem auch, durch Hinterhalte und Sprengfallen gefährdete Versorgungskonvois zu entlasten und künftig weniger Soldaten bei derartigen Missionen in Gefahr bringen zu müssen.

Der robotische Helikopter kann bis zu vier verschiedene Ladungen an seinen Transporthaken befestigen und diese einzeln abwerfen. Zwei gegenläufig drehende Rotoren sorgen für die beachtliche Hebekraft des K-MAX. Zudem ist der unbemannte Helikopter in der Lage, seiner Versorgungsaufgabe auch bei schlechtem Wetter nach zu kommen, das andere Helikopter nicht bewältigen könnten. Wenn die Testphase wie geplant verläuft, könnten Ende 2011 erste unbemannte K-MAX-Hubschrauber den Himmel über Afghanistan erobern.

(pte)

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