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Roaming-Gebühren sind nicht gesunken

21.02.2007 | 12:54 Uhr |

Laut Verbraucherschützern haben Mobilfunkprovider bisher nicht die geforderte Anpassung ihrer Roaming-Gebühren vorgenommen.

Gegenüber der Presseagentur dpa kritisierte Jim Murray, Direktor des Dachverbandes der EU-Verbraucherorganisationen ( BEUC ), die nahezu unveränderten Roaming-Preise der Mobilfunkprovider. Obwohl eine entsprechende EU-Verordnung in den Startlöchern steht, hätten die Anbieter ihre Preise praktisch nicht angepasst. Die BEUC fordert einen Roaming-Höchstpreis von 33 Cent pro Minute – derzeit zahlen Handykunden nach Angaben der EU-Kommission im Schnitt 1,15 Euro pro Minute bei Gesprächen im Ausland.

Kritisiert wurde vor allem die „Vernebelungstaktik“ der Unternehmen, die ihre Preise durch Bündel-Angebote und Tarifpläne regelrecht verschleiern. Vergangenes Jahr hatte die EU-Kommission einen Entwurf für eine Verordnung zur Begrenzung von Roaming-Kosten vorgelegt. Geplant ist unter anderem, dass der Endkundenpreis nicht mehr als 30 Prozent über dem Großkundenpreis liegen darf. Die Preise für einen Roaming-Anruf sind laut der Kommission derzeit rund fünfmal so hoch wie die tatsächlich anfallenden Kosten und etwa viermal so teuer wie entsprechende Inlandstarife. Noch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft soll die Verordnung verabschiedet werden.

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