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Riverbed und T-Systems optimieren WAN für mobile Endgeräte

11.03.2013 | 15:23 Uhr |

T-Systems und Riverbed haben eine Lösung vorgestellt, mit der sich Geschäftsanwendungen aus der Cloud auf mobilen Endgeräten beschleunigen lassen. Im Durchschnitt wird die übertragene Datenmenge um über 50 Prozent reduziert.

Viele Enterprise-Nutzer sind es inzwischen gewöhnt, mit ihrem Smartphone oder Tablet nicht nur auf ihre Geschäfts-Mails, sondern auch auf Unternehmensanwendungen zuzugreifen, selbst auf solche, die in der Cloud liegen. Allerdings sind Mobilität und Cloud zwei Trends, die sich nicht unbedingt gut vertragen. Die Übertragung ist oft langsam und etwa über ausländische Mobilfunknetze teuer, außerdem verdirbt die hohe Latenzzeit bei Anwendungen wie Citrix häufig jegliche Freude.

Zwar hält der WAN-Optimierungs-Spezialist Riverbed im Windows- und Mac-Umfeld mit Steelhead Mobile eine Lösung bereit, die im Zusammenspiel mit einer entsprechenden Appliance auf der Gegenseite die Übertragung von Web-basierenden Anwendungen um das 20- bis 60-Fache beschleunigt. Eine Lösung für Smartphones und Tablets gab es aber bislang noch nicht. Bislang: Auf der am Wochenende zu Ende gegangenen Cebit zeigte Riverbed und gemeinsam mit T-Systems erstmals live wie Mobile Application Performance Management auf Android-Tablets funktioniert. Eine Lösung für die anderen zwei wichtigen Plattformen iOS und Windows 8 ist laut Riverbed-Manager Christian Philipi in Entwicklung.

Bei der Demo verbinden sich zwei Flachmänner vom Typ Samsung Galaxy Tab - eines ohne, das andere mit Riverbed-Mobile-Unterstützung - über eine VPN-Verbindung mit einem T-Systems-Rechenzentrum in Singapur und rufen von dort aus jeweils via MPLS ein in Düsseldorf befindliche Zwei-Megabyte-Datenpaket ab. Der Unterschied ist frappierend: Obwohl das zweite Tablet einige Sekunden später startet, hat es das andere Gerät im Nu überholt und beendet den Download binnen kurzer Zeit. Der Vorsprung kommt nicht überraschend, so erklärt Riverbed: Dank vielfältiger Optimierung musste nur ein Bruchteil des Datenpakets - und noch dazu komprimiert - tatsächlich geladen werden. In der Demo sind dies wegen der zahlreichen Vorführungen nur 213 Kilobyte, also mehr als 90 Prozent. Im Schnitt, so das Unternehmen wird die Datenmenge aber um über 50 Prozent reduziert.

Laut Riverbed ist diese Demonstration nur ein erster Vorgeschmack auf die Integration von Riverbed-Steelhead-Mobile-Technologie in den (für viele Plattformen verfügbaren) VPN-Client von Juniper Networks Junos Pulse SSL VPN. Damit stehe eine Lösung für Mobile Security und Anwendungsbeschleunigung zur Verfügung, mit der Nutzer ihre Smartphones und Tablets jederzeit und überall sicher mit dem Firmennetzwerk verbinden können - mit einer Performance auf LAN-Niveau. Und auch die Vorstellung auf dem Stand der Telekom-Tochter ist nicht zufällig: T-Systems plant, die mobile WAN-Optimierungslösung als Managed Service unter der Bezeichnung "ICT Optimize" weltweit anzubieten - als Baustein des Bereichs Application Performance Management aus der Cloud. Der Service besteht dabei aus drei Teilen, nämlich Analyse, Optimierung und letztendlich Monitoring. ( Computerwoche /mec)

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