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Gefährliche Gegenden im Web

03.12.2009 | 13:51 Uhr |

In seinem jüngsten Bericht zur globalen Verteilung gefährlicher Websites kommt McAfee zu dem Schluss, dass Websites aus Kamerun und Rumänien die größten Risiken für Internet-Nutzer bergen.

Das Sicherheitsunternehmen McAfee hat eine neue Ausgabe seines Berichts "Mapping the Mal Web" veröffentlicht, in dem es seine Beobachtungen zur weltweiten Gefahrenlage im Web zusammengefasst hat. Demnach sind Websites unter der Top-Level-Domain von Kamerun allgemein am gefährlichsten, während rumänische Websites speziell bei Downloads die größten Risiken bergen.

McAfee hat 27 Millionen Websites und 104 Top-Level-Domains auf eine Reihe von Risikofaktoren untersucht, darunter Malware, Phishing und Spam. Die Daten wurden wie in den Vorjahren mit der Technik der kostenlos erhältlichen Software McAfee SiteAdvisor ermittelt sowie erstmals auch mit dem Reputationdienst Trusted Source. Letzterer ist durch die Übernahme von Secure Computing im letzten Jahr hinzu gekommen.

Die fünf insgesamt gefährlichsten Top-Level-Domains sind .CM (Kamerun; 36,7 Prozent), .COM (32,2 Prozent), .CN (VR China; 23,4 Prozent), .WS (Westsamoa; 17,8 Prozent) und .INFO (15,8 Prozent). Am anderen Ende der Skala liegen mit jeweils unter 0,1 Prozent .GOV (US-Regierung), .JP (Japan) und .EDU (US-Bildungseinrichtungen). Deutschland (Platz 83), Österreich (89) und die Schweiz (95) landen mit jeweils weniger als 0,3 Prozent gefährlicher Domains erfreulich weit hinten.

Bei Downloads ist das Risiko sich Malware einzufangen auf rumänischen Websites (.RO) mit 21 Prozent am höchsten, gefolgt von China mit 18,6 Prozent und .INFO mit 15,2 Prozent. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen auch hier am unteren Ende der Tabelle (jeweils etwa ein Prozent). Die Prozentsätze geben nicht das direkte Verhältnis von Gesamtzahl und Zahl gefährlicher Domains wieder, sie sind nach globalen Anteilen gewichtet (ohne dies käme etwa Kamerun auf fast 70 Prozent, .COM hingegen nur auf sechs Prozent).

Den kompletten Bericht "Mapping the Mal Web" sowie eine Zusammenfassung können Sie als PDF-Datei auf der Website von McAfee erhalten, beide auch in deutscher Sprache.

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