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Rewe will ProMarkt loswerden

17.05.2013 | 10:39 Uhr |

Was gerüchteweise bereits seit einigen Monaten kolportiert wurde, hat nun auch die Zentrale des Handelskonzerns Rewe bestätigt: Die unprofitable Elektromarktkette ProMarkt soll verkauft werden.

Was gerüchteweise bereits seit einigen Monaten kolportiert wurde, hat nun auch die Zentrale des Handelskonzerns Rewe bestätigt: Die unprofitable Elektromarktkette ProMarkt soll verkauft werden. Wie die Rewe Group in einer Mitteilung bekanntgab, hat der Vorstand des Konzerns einen Prüfauftrag zur Trennung von der Unterhaltungselektronik-Sparte beschlossen.

"Angesichts der enormen Verschärfung des Wettbewerbs im deutschen Unterhaltungselektronik-Markt und insbesondere vor dem Hintergrund der dramatischen Verschiebung von Umsatzanteilen vom stationären Handel zum Online-Geschäft in diesem Segment müssen wir den Verkauf von Promarkt in Betracht ziehen", erklärte dazu Rewe Group-Vorstand Frank Wiemer. Perspektiven für eine profitable Zukunft des stationären Geschäfts von Promarkt seien für den Handelskonzern auch mittelfristig nicht gegeben. "Denn mit einem Marktanteil von zuletzt 1,4 Prozent am Unterhaltungselektronik-Gesamtmarkt in Deutschland fehlen die Voraussetzungen für eine Restrukturierung von Promarkt aus eigener Kraft", so Wiemer.

Zum Zeitplan der Prüfung machte die Rewe Group keine Angaben. Doch heißt es, bei der Prüfung von Verkaufsmöglichkeiten solle insbesondere die Übernahme der Mitarbeiter von zu veräußernden Filialen durch potenzielle Käufer angestrebt werden.

Was die Mitteilung der Rewe-Zentrale für die gerüchteweise bereits im März begonnenen Übernahmegespräche mit der CE-Verbundgruppe Expert bedeutet, ist unklar. Allerdings wäre es durchaus naheliegend, wenn die verbliebenen Promarkt-Standorte im Kooperationsumfeld eine Zukunft fänden. Nachdem Expert mit einer besonders umtriebigen Expansionspolitik in den vergangenen Jahren gute Resultate vorweisen konnte, scheinen auch die Mitbewerber Electronic Partner und Euronics verstärkt auf den Flächenausbau zu setzen.

Bei Promarkt setzt sich unterdessen der Abwärtstrend ungebremst weiter fort. Im vergangenen Jahr hatte die Elektrokette einen Umsatzrückgang von mehr als 15 Prozent hinnehmen müssen und insgesamt 13 Filialen geschlossen. Ein weiterer Rückzug wird bereits aus Potsdam gemeldet, wo Saturn den bisherigen Promarkt-Standort am Hauptbahnhof übernehmen soll. Und in Villingen-Schwenningen wird Promarkt entgegen ursprünglichen Plänen nicht in das entstehende Einkaufsgebiet im Tonhallenareal einziehen. ( mh/CP )

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