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Revolution mit Handy: Radio kann man jetzt auch sehen!

10.05.2006 | 08:27 Uhr |

Bei spodradio kann man sich das Radio aufs Handy holen und zusätzliche Features genießen wie CD-Covers oder Songtexte

Die Zeiten, als Fernsehen für die bewegten Bilder und Radio nur für Sound zuständig waren, sind vorbei. Die Generation-ipod, für die Radiogenuss mit dem stylishen mp3-Player schon zum Alltagsgeschäft gehört, bekommt Konkurrenz von spodradio! Damit kann man nicht nur Radio-Streams auf sein Handy holen, es gibt auch noch visuellen Input. So werden auf das Display zum Beispiel das Plattencover zum gerade laufenden Track, Infos zum Interpreten oder der Songtext zum Mitträllern gesendet. Außerdem kann man sich den gerade laufenden Song direkt als Klingelton bestellen, die CD ordern oder checken, ob der Interpret vielleicht demnächst auf Tour ist und Tickets sichern.

Erfinder dieser großartigen Revolution ist die Stuttgarter Firma Liquid Air Lab. Zusammen mit dem Sender bigFM, ebenfalls aus Benz-Town, der Jugendzeitschrift ?Yam!? aus dem Hause Springer und einem Berliner Plattenlabel haben sie das Visual Radio-Prinzip auf die Beine gestellt und bieten es seit Anfang der Woche in Deutschland an. Bis Ende des Jahres sollen allerdings insgesamt rund 30 deutsche Sender mitmachen. Weltweit sind es mittlerweile schon 120 ? Langeweile bei der Auswahl dürfte also nicht auftreten. Einen Haken gibt es jedoch noch: bisher können den uneingeschränkten Hör- und vor allem Guckgenuss nur stolze Besitzer eines Nokia-UMTS-Handys mit dem Symbian Betriebssystem erleben. Zwar funktioniert der Empfang auch mit Geräten der neueren GPRS-Generation, aber für die Visuals muss dann mit einer längeren Ladezeit gerechnet werden. Bis in ein paar Wochen soll spodradio aber auch für alle Sony Ericsson, Motorola und Co.-Fans ganz unkompliziert zum Download bereitstehen.

Denn ohne Download der 340 Kb Speicherplatz benötigenden Kostenlos-Software geht gar nix! Auf www.spodradio.com steht, wie es geht: per SMS bestellt man sich den Download-Link, lädt sich den Radioplayer aufs Handy, installiert ihn und fertig! Aber Achtung: die Software ist zwar kostenlos, aber für den Download fallen die üblichen Verbindungsgebühren des Netzbetreibers an.

Radio-Vielhörer müssen im Auge behalten, dass für den Internet-Zugang zur Zeit noch ganz schön satte Gebühren anfallen können. Wer also keine wirklich günstige Flatrate bei seinem Provider abgeschlossen hat, sollte sich vielleicht erstmal nach dem besten Angebot umsehen. Denn wo ist schon der Spaß am visuellen Radio, wenn am Ende des Monats die dicke Handyrechnung ins Haus flattert?

Bleibt nur zu hoffen, dass der Radio-aufs-Handy Trend nicht gleichzeitig bedeutet, dass man in Zukunft in der Bahn nicht mehr nur einzelne Songs von Halbstarken lautstark abgespielt mithören muss, sondern gleich ganze Sendungen. Also bitte spodradio: schenkt den Usern als Giveaway gleich passende Handy-Kopfhörer!

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