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60 Dollar und ein McDonalds-Gutschein dank Handywerbung

Der US-Netzbetreiber Revol bietet seinen Kunden ab sofort einen neuen Service: Mit Revol Perks erhalten die Nutzer Werbeinhalte auf das Display, wenn das Gerät nicht verwendet wird. Als finanzieller Anreiz winkt eine monatliche Gutschrift bis 60 US-Dollar auf die Handyrechnung. Auch hierzulande könnte ein vergleichbarer Service kurzfristig starten.

Mit der fortschreitenden Entwicklung im Mobilfunksegment werden mobile Endgeräte für die Werbebranche zunehmend interessant. Leistungsfähige Internet-Verbindungen und große Displays haben aus dem Handy eine innovative Werbeplattform gemacht, mit der Vermarkter auf individuelle Bedürfnisse des einzelnen Kunden reagieren und der Verbraucher Geld spart.

Der US-Netzbetreiber Revol, dessen Mobilfunknetz sechs Bundesstaaten abdeckt, bietet seinen Kunden ab sofort einen besonderen Service: Wird das Telefon nicht genutzt, sendet der Anbieter Werbeinhalte aufs Display. Der Nutzer profitiert von der Einblendung, indem er eine monatliche Gutschrift in Höhe von 20 bis 60 US-Dollar auf die Handyrechnung erhält. Der Service "Revol Perks" ist ab heute offiziell verfügbar.

Die Werbeform scheint von den Verbrauchern erfolgreich aufgenommen zu werden. In einem Pilotprojekt hatte Revol 5.000 Kunden monatlich 10 US-Dollar für Werbeeinblendungen gezahlt, laut Jon Jackson, CEO des Partnerunternehmens Mobile Posse, wurde eine Click-Rate von rund 45 Prozent erzielt. Während 15 Prozent sofort auf die Mitteilung klickten, wurde sie von weiteren 30 Prozent der Nutzer später geöffnet. Laut Rocky Crossland, President und CEO von Revol, sei man "sehr mit den Rückmeldungen der Kunden und der Akzeptanz des Produkts zufrieden". Neben Werbung sendet Revol auch Sport- und Wetterinformationen aufs Handy und berichtet über lokale Ereignisse in der Umgebung des Nutzers.

Datenschützer müssen sich über Revol Perks keine Sorgen machen. Zwar richtet der Netzbetreiber die Werbung nach der Postleitzahl des Handynutzers, die genaue Position werde bei der Auslieferung nicht berücksichtigt - obwohl man technisch dazu in der Lage sei, so Jackson.

Auch hierzulande könnten ähnliche Dienstleistungen kurzfristig auf den Markt kommen. Im Dezember 2006 hatte eine Marktstudie von imforma ergeben, dass in den nächsten fünf Jahren die Ausgaben für Werbung im Mobilfunkmarkt auf 11,35 Milliarden US-Dollar (7,75 Mrd. Euro) ansteigen werden. Den Grund für den Aufschwung in naher Zukunft sieht Nicky Walton, Senior Analyst bei Informa, in der Verbreitung von günstigen und trotzdem qualitativ hochwertigen, multimediafähigen Handys und schnelleren Netzwerk-Services wie 3G und HSDPA.

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