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Retten Sie eine Satire-Website vor dem Untergang

21.05.2001 | 12:12 Uhr |

Vor einigen Wochen flatterte den Betreibern der Satire-Website www.bloeff.de, ehemals www.diebild.de, eine Unterlassungserklärung des Springerverlags ins Haus. Damit verbunden waren Abmahnkosten in Höhe von rund 3200 Mark. Um diese Summe aufzutreiben, versteigern die Satirefreaks nun im Internet ihr letztes Hemd.

Vor einigen Wochen flatterte den Betreibern der Satire-Website www.bloeff.de , ehemals www.diebild.de, eine Unterlassungserklärung des Axel-Springer-Verlags ins Haus (PC-WELT berichtete). Damit verbunden waren Abmahnkosten in Höhe von rund 3200 Mark. Um diese Summe aufzutreiben, versteigern die Satirefreaks nun im Internet ihr letztes Hemd.

Bis zum 1. Juni sind die Abmahnkosten an den Springer-Konzern fällig. Nun steht den Freiburger Satirefreunden das Wasser bis zum Hals. Die 3208 Mark und 80 Pfennig Abmahnkosten berechnen die Springer-Advokaten anhand des Streitwertes von 500.000 Mark. So hoch soll nämlich der Schaden sein, den die Bild-Zeitung durch die Satire-Website mit ihren 5000 Besuchern erlitten habe.

Um den geforderten Betrag aufzutreiben, starten die Satiriker am 21. Mai eine Versteigerungs-Auktion bei ebay.de. Ob das angepriesene blutdurchtränkte T-Shirt einen neuen Versteigerungsrekord erzielen wird, bleibt abzuwarten. Bei Redaktionsschluss stand immer noch das Startgebot von einer Mark auf der Website von ebay.

www.bloeff.de versteht sich als Online-Satire auf die Bild-Zeitung. Die Website war zunächst unter dem Domainnamen www.diebild.de online gegangen. Prompt folgte eine Unterlassungsklage des Axel Springer-Verlags wegen Verletzung von Markenrechten. Daraufhin nannte die Betreiber ihre Satireseite in www.bloeff.de um.

Bild versteht keinen Spaß

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