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AMD streicht rund 1200 Stellen

04.11.2011 | 15:05 Uhr |

AMD kämpfte die letzten Jahre mit Verlusten und muss nun die Konsequenzen ziehen. Eine radikale Restrukturierung soll den Erfolgskurs von 2011 auch in 2012 beibehalten.

Der Prozessor-Hersteller AMD (Advanced Micro Devices) gibt in einer Pressemitteilung neue Pläne zur Restrukturierung und Effizienzsteigerung bekannt. Auf diese Weise versucht der Chipbauer seine Stellung im hart umkämpften Prozessormarkt zu festigen. AMD-Chef Rory Read geht auch davon aus, dass die nötigen Kosteneinsparungen zu mehr Wachstum führen werden. Vor allem im Bereich der Betriebsausgaben wird eingespart und so wird der Rotstift vor allem bei den eigenen Mitarbeitern angesetzt: etwa 10% der Belegschaft wird bis zum Ende des ersten Quartals 2012 entlassen, das ergibt eine Streichung von rund 1200 Arbeitsplätzen. US-Medien berichten sogar von über 1400 Arbeitsplätzen, die weltweit wegfallen sollen.

Auf diese Weise will AMD schon im vierten Quartal 2011 etwa 10 Millionen US-Dollar einsparen, 2012 sollen es dann schon circa 118 Millionen US-Dollar sein. Dieses Geld soll dann unter anderem in die Entwicklung von Innovationen fließen, wie beispielsweise in die Cloud-Technologie, Low-Power Produkte und aufstrebenden Märkten. Für die Restrukturierung sollen alleine im vierten Quartal 2011 rund 101 Millionen US-Dollar ausgegeben werden, 2012 sollen es dann nur noch 4 Millionen US-Dollar sein. An Barauslagen fallen bis 2013 ungefähr 104 Millionen US-Dollar zusätzlich an.

AMD versus Intel

AMD ist der zweitgrößte Chip-Hersteller neben Intel. Beide Hersteller liefern sich seit ihrer Gründung einen Zweikampf um die Vorherrschaft im Computermarkt. In letzter Zeit unterliegt AMD mit seinen Neuentwicklungen, da Intel fast immer leistungsfähigere Prozessormodelle auf den Markt bringt. Jedoch besticht AMD durch stets kostengünstigere Modelle im Mittelklassesegment.


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