30.08.2011, 13:01

Panagiotis Kolokythas

Reset Glitch-Hack

Xbox 360 wurde angeblich gehackt

Hackern ist es angeblich gelungen, das aktuelle Sicherheitssystem der Xbox 360 zu knacken, um anschließend unsignierten Code auf der Konsole abzuspielen.
Zwei französische Hacker haben laut ihrer Veröffentlichung im Internet und einem Video auf Youtube das aktuelle Sicherheitssystem der Xbox 360 geknackt. Beim so genannten "Reset Glitch Hack" haben es die beiden Hacker auf die CPU abgesehen, die in der Xbox 360 steckt. Bisherige Versuche, die Xbox 360 zu knacken, liefen über die Firmware des DVD-Laufwerks. Der Hack erfordert die Installation eines Chips in die Spielekonsole, der die Signale an die CPU und die Reset-Einheit sendet.

Xbox 360 mit XeLL und Nintendo 64

Laut Angaben der Hacker wird bei dem "Reset Glitch Hack" für kurze Zeit sowohl der CPU-Takt gesenkt als auch ein nur wenige Nanosekunden langer elektrischer Impuls an die Reset-Einheit der Konsole gesendet. Dadurch, so heißt, werde die Signaturprüfung des Bootloaders der Xbox 360 ausgetrickst und es ist anschließend möglich, unsignierte Software auf der Xbox 360 ablaufen zu lassen. Im Youtube-Video ist zu sehen, wie die beiden Hacker auf ihrer Xbox 360 den Xenon Linux Loader (XeLL) starten, um anschließend einen Nintendo-64-Emulator laufen zu lassen.
Der "Reset Glitch Hack" ist laut Angaben der Hacker mit allen aktuellen Xbox-360-Spielekonsolen kompatibel. Einzige Ausnahme: Auf dem zu aller erst erschienen Xbox-360-Modell mit dem Codenamen "Xenon" (1ste Generation ohne HDMI) soll der Hack nicht funktionieren.
Die Entdecker des Hacks distanzieren sich ausdrücklich von jeglicher Art der Piraterie. Derzeit sei es auch nicht möglich, den Hack für das Abspielen von Raubkopien zu nutzen und die Hacker beabsichtigen auch nicht in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Stattdessen sehen sie als Einsatzzweck für ihren Hack die Nutzung sogenannter Homebrew auf der Xbox 360. Bei Homebrew handelt es sich um privat erstellte Programme für eine Spielekonsole.
Microsoft gehört allerdings zu den einzigen Spielekonsolen-Herstellern, die es Privatleuten ermöglichen, unter Zahlung eines relativ geringen Beitrags private Software für die Xbox 360 zu entwickeln und sogar über Xbox Live zu vermarkten.
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