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Derzeit weltweit 65 Internetdissidenten hinter Gittern

02.01.2008 | 16:45 Uhr |

Laut Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen befinden derzeit 65 Internetdissidenten in Haft. Davon 50 in China und acht in Vietnam. Die Organisation macht auch auf das Schicksal des Bloggers Karem Ameer aufmerksam, der in Ägypten zu vier Jahre Haft verurteilt worden war, weil er unter anderem den Präsidenten Mubarak kritisiert hatte.

Im vergangenen Jahr nahm auch die Zensur des Internets zu. Dies geschah vor allem in den Ländern China, Burma und Syrien. Laut Angaben von Reporter ohne Grenzen seien die Behörden darum bemüht, „aus dem Internet ein Intranet zu machen, das ausschließlich zur Kommunikation innerhalb des Landes und für ausgewählte Benutzer dienen soll.“ So seien in China anlässlich des 17. Kongress der Kommunistischen Partei im Oktober rund 2.500 Websites, Blogs und Foren gesperrt worden. In Syrien schlossen die Behörden zum Jahresende über 100 Seiten und das Militär in Burma legte während des Aufstandes im September und Oktober den gesamten Mail- und Internet-Verkehr lahm.

Die Zunft der Journalisten hatte im Lauf des Jahres 2007 den Tot von mindestens 86 Journalisten in 21 Ländern zu beklagen. Das, so Reporter ohne Grenzen, sei der höchste Stand seit 1994. Allein im Irak wurden insgesamt 47 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes getötet. Das weltweit zweitgefährlichste Land für Journalisten war 2007 Somalia, wo acht Journalisten ums Leben kamen.

In China und Kuba befinden sich laut Angaben der Organisation derzeit 33 beziehungsweise 24 inhaftierte Journalisten. Insgesamt wurden 2007 über 880 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes festgenommen, davon 195 in Pakistan, 55 in Kuba und 54 im Iran. 67 Journalisten wurden 2007 entführt und 135 Journalisten waren zum Jahreswechsel hinter Gittern.

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