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Software-Pirat muss 1,5 Mio. Dollar für 10 Filme zahlen

03.11.2012 | 05:17 Uhr |

Ein Software-Pirat aus den USA wurde nun zu einer Rekord-Strafe verurteilt, weil er 10 Filme über eine Tauschbörse angeboten hatte.

Das Bundesgericht von Illinois, USA, hat die bislang höchste Strafe in einem Tauschbörsen-Fall verhängt. Der Angeklagte Kywan Fisher aus Hampton muss eine Zahlung von 1,5 Millionen US-Dollar an die Firma Flava Works leisten, die Unterhaltung für homosexuelle Nutzer anbietet.

Über das BitTorrent-Netzwerk hatte Fisher zehn Filme der Unternehmens zum Download angeboten. Pro Datei werden also 150.000 US-Dollar fällig, der höchstmögliche im US-Urheberrecht vorgesehene Betrag für ein derartiges Vergehen.

Das Urteil soll andere Nutzer von ähnlichen Vergehen im BitTorrent-Netzwerk abhalten und gleichzeitig andere Opfer zu ähnlichen Anklagen motivieren. Seit 2010 wurden in den USA mehrere tausend Software-Piraten für das Teilen und Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Dateien über BitTorrent angeklagt. Fast alle Klagen wurden fallen gelassen oder mündeten in einen Vergleich.

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Im Fall von Kywan Fisher konnte die wahre Identität über in die Videos integrierte Codes ausfindig gemacht werden. Da eine Weiterverteilung in den von Fisher unterzeichneten Geschäftsbedingungen des Portals ausdrücklich untersagt wurden, mündete sein Vergehen schnell in einen Prozess.

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