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Reich werden mit Linux

Der Kurs der Aktie von VA Linux Systems ist an der Börse ger

Der Kurs der Aktie von VA Linux Systems ist an der Börse geradezu explodiert. Am Tag der Erstemission (9.12.1999) wurde das Papier bereits zu Preisen zwischen 230 und 320 Dollar gehandelt - bei einem Ausgabepreis von 30 Dollar. Bei Börsenschluss lag der Aktienkurs bei 250 Dollar. Das entspricht einem Kursgewinn von 733 Prozent am ersten Tag und ist damit Rekord unter den amerikanischen Erstemissionen.

VA-Linux-Gründer Larry Augustin kann sich jetzt auf ein Privatvermögen von 1 Milliarde Dollar betten, sein Unternehmen hat einen Börsenwert von 10 Milliarden Dollar. Aber nicht nur VA Linux Systems und Linux-Distributor Red Hat schwimmen im Geld. Alle börsennotierten Firmen, die irgendeine Linux-Verbindung haben, etwa Corel und Perle Systems, verzeichnen Höchststände an der Börse.

Die einzigen, die sich am Linux-Aktienfieber nicht dumm und dämlich verdienen, scheinen die Linux-Macher zu sein: nämlich die Linux-Programmierer, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um gratis Programmcode ins Internet zu stellen.

Linus Torvalds gab auf der Comdex 99 vor einigen Wochen zu Protokoll, dass er kein Problem damit habe, wenn mit freier Software Reichtümer aufgehäuft werden: "Der Börsengang von Linux-Firmen hilft der Verbreitung von Linux. Und das ist gut." (PC-WELT, 10.12.99, mk/ sp)

Übernimmt Red Hat Corel? (PC-WELT Online, 30.11.99)

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