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Regierung kontra Roaming-Gebühren

24.11.2006 | 14:44 Uhr |

Laut einem Bericht will die Bundesregierung verstärkt gegen hohe Roaming-Gebühren im Mobilfunk vorgehen.

Während die EU-Kommission aufgrund der überhöhten Roaming-Gebühren von Mobilfunkbetreibern bereits an einem Verordnungsentwurf bastelt, will sich die Bundesregierung laut der Süddeutschen Zeitung verstärkt diesbezüglich engagieren. Den Wünschen der Regierung nach, soll die Verordnung so schnell wie möglich in Kraft treten, am besten noch zur kommenden Urlaubssaison. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, da Deutschland im kommenden Jahr turnusmäßig die EU-Präsidentschaft übernimmt und somit entsprechend Druck machen kann.

Die EU-Kommission untersucht bereits seit Ende 2000 die internationalen Gesprächsgebühren im Mobilfunk. Nachdem sich im Roaming-Bereich in den letzten Jahren praktisch kein Fortschritt ergab, legte die EU-Kommissarin Viviane Reding einen Verordnungsentwurf vor, der eine Kostenreduzierung von bis zu 70 Prozent bei Auslandsgesprächen über Fremdnetze vorsieht. Die Bundesregierung befürwortet zudem einen Standard-Tarif von höchstens 60 Cent pro Minute sowie das Angebot von speziellen Auslandstarifen.

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