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Regierung in Südkorea setzt verstärkt auf Linux

27.06.2005 | 13:18 Uhr |

Die südkoreanische Regierung will stärker auf Linux setzen. Dies allerdings eher im Hintergrund - auf Server-Ebene.

Die Regierung in Südkorea setzt verstärkt auf Linux als Server-Betriebssystem. Unter anderem soll für die Verwaltung der Daten von 10.000 nationalen Schulen auf Server mit dem Pinguin-System umgerüstet werden, so die Korea IT Industry Promotion Agency (KIPA).

Im Rahmen des im Oktober vergangenen Jahres gestarteten Programms sind derzeit 132 Schulen in Seoul, auf Linux-Server umgestiegen, erklärte Yang Sungha, Vizepräsident des Open Source Software Promotion Centers der KIPA.

Das Programm soll bestehende Unix-Server durch die spezielle Linux-Distribution "Booyo" ersetzen. Insgesamt ist die Installation von 2288 Servern vorgesehen. Das Projekt wurde in erster Linie aus Kostengründen auf den Weg gebracht. Was die Umstellung kostet, ist nicht bekannt.

Booyo wurde im vergangenen Jahr vorgestellt und von dem " Electronics and Telecommunications Research Institute", einer Einrichtung der Regierung, und sieben südkoreanischen Software-Herstellern entwickelt, so Yang.

Zwar nutzen immer mehr Regierungs- und regierungsnahe Institutionen in Südkorea Linux, im Vergleich zu Unix und Windows sei der Anteil am Gesamtmarkt allerdings noch immer gering, so die KIPA.

Bis 2007 soll der Marktanteil von Linux auf Servern der zentralen und lokalen Regierungsebene 30 Prozent betragen, bis 2010 geht die KIPA von einem Anteil von 40 Prozent aus. Derzeit läuft das freie Betriebssystem auf 6 Prozent aller südkoreanischen Regierungs-Server, so Yang.

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