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RegTP senkt Preis für "letzte Meile"

Die Deutsche Telekom muss ihre Teilnehmeranschlüsse günstiger an ihre Wettbewerber vermieten.

Die Deutsche Telekom muss ihre Teilnehmeranschlüsse günstiger an ihre Wettbewerber vermieten. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) am Freitag in Bonn mitteilte, wird der Preis für die so genannte "letzte Meile" rückwirkend zum 1. April um knapp 10 Prozent auf 10,65 Euro pro Monat gesenkt. Der Tarif ist bis zum 31. März 2007 befristet.

Die Kosten für den Erhalt der Netze seien günstiger geworden, begründete ein RegTP-Sprecher die Entscheidung. Daher sei auch der Preis für die "letzte Meile" angepasst worden. Bei der Telekom war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. RegTP-Chef Matthias Kurth sieht die Entscheidung seines Hauses als "Signale für die Förderung des Wettbewerbs und der Breitbandinfrastruktur in Deutschland".

Das Bonner Unternehmen muss sich alle zwei Jahre die Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) von der RegTP genehmigen lassen und hatte wie schon in den Vorjahren eine Anhebung auf 17,40 Euro beantragt. Gegen den Beschluss der Behörde kann der Konzern Einspruch erheben, der allerdings keine aufschiebende Wirkung hat.

Mit der Vermietung von Teilnehmeranschlussleitungen soll der Wettbewerb im Festnetzgeschäft forciert werden. Ende 2004 hatten Telekom-Konkurrenten rund zwei Millionen TAL gebucht. Nach Einschätzung der Regulierungsbehörde werden die Wettbewerber in diesem Jahr eine Million weitere Anschlüsse bei dem Bonner Konzern anmieten.

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