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Redeverbot bei Amazon

02.02.2001 | 11:50 Uhr |

Amazon hat diese Woche angekündigt, rund 1300 Mitarbeiter und damit 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Damit die gekündigten Mitarbeiter nichts Schlechtes über Ihren ehemaligen Arbeitgeber verlauten lassen, versucht der Internet-Buchhändler die gekündigten Mitarbeiter durch Einmalzahlungen und weiteren Zusatzleistungen zum Stillschweigen zu bringen.

Gefeuerte Mitarbeiter sprechen in der Regel nicht immer nur gut über ihren ehemaligen Arbeitgeber. Um derart schlechte Publicity für sein Unternehmen zu vermeiden, versucht der Internethändler Amazon.com, geschasste Angestellte mit lukrativen Abfindungen ruhig zu stellen.

Der Online-Riese hat diese Woche angekündigt, rund 1300 Mitarbeiter und damit 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Davon betroffenen Mitarbeitern winken Informationen des "Wall Street Journal" zufolge nun Extra-Prämien, wenn sie sich vertraglich dazu verpflichten, Amazon gegenüber Medien oder Individuen nicht zu verunglimpfen.

Eine Klausel in der von Amazon vorgeschlagenen "Trennungsvereinbarung" sieht vor, dass sich Mitarbeiter "weder schriftlich, elektronisch noch mündlich abfällig über das Unternehmen äußern" dürfen. Die daran gekoppelten Zusatzleistungen beinhalten etwa längere Lohnfortzahlungen sowie einen Einmalbetrag von 500 Dollar.

Angaben einer Amazon-Sprecherin zufolge seien die höheren Leistungen allerdings nicht auf die derzeitige Massenentlassung beschränkt. Auch anderen Mitarbeitern, die in jüngerer Vergangenheit den E-Commerce-Pionier verlassen mussten, sei diese Option eingeräumt worden. (PC-WELT, 02.02.2001, jas)

www.amazon.com

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