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Red Hat schnürt Middleware-Paket mit Jboss-Software

18.09.2006 | 10:48 Uhr |

Nach der Übernahme von Jboss offeriert Red Hat ein Bundling seiner Linux-Distribution mit der Java-basierenden Middleware.

Mit dem "Red Hat Application Stack" richtet sich der US-Anbieter vor allem an Entwickler, die mit den quelloffenen Lamp-Systemen arbeiten. Lamp steht für Linux, Apache, MySQL und die Skriptsprachen Perl, Python oder PHP. Um die Verbreitung der Jboss-Produkte zu erhöhen, vermarktet Red Hat diese künftig auch über seine Handelspartner. Der Linux-Distributor hatte Jboss im April übernommen .

Kernstück des Bundles ist der Java Application Server, den Jboss mit seiner "Jems"-Middleware-Suite offeriert. Hinzu kommen weitere Open-Source-Prgramme, darunter das Hibernate-Framework für objektrelationales Mapping und das Apache-Framework. Letzteres umfasst auch den HTTP-Server und den Servlet-Container Tomcat. Hinsichtlich der relationalen Datenbank können Kunden zwischen MySQL und Postgress wählen.

Mit dem Bundling-Konzept verfolgt Red Hat eine ähnliche Strategie wie die Konkurrenten Sun und Microsoft. Sun etwa koppelt sein Java Enterprise System mit dem hauseigenen Unix-Derivat Solaris; Microsoft verzahnt seinen Application Server ebenso wie den Web-Server Internet Information Server (IIS) seit jeher mit dem Windows-Betriebssystem. Die Jboss-Produkte würden weiterhin auch auf anderen Plattformen wie Windows oder Unix getestet, erklärte ein Red-Hat-Manager. Dennoch bringe das Bundle mit dem Red-Hat-Betriebssystem Kunden mehr Vorteile, weil es in vollem Umfang zertifiziert, gestestet und über den eigenen Support betreut werde. (wh)

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