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Red Hat kauft SOA-Spezialisten MetaMatrix

25.04.2007 | 10:51 Uhr |

Mit der Übernahme des amerikanischen Herstellers stärkt der Linux-Distributor sein Middleware-Portfolio.

MetaMatrix mit Sitz in Waltham im US-Bundesstaat Massachusetts hat sich auf Datenintegrationstechniken spezialisiert, die vor allem in Service-orientierten Architekturen (SOA) an Bedeutung gewinnen. Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, werde das Softwarehaus in die Middleware-Sparte Jboss eingegliedert, erklärte Tim Yeaton, Senior Vice President Enterprise Solutions bei Red Hat. Damit sei in etwa 60 Tagen zu rechnen. Die Kaufsumme für das privat gehaltene Unternehmen nannte er nicht.

MetaMatrix offeriert unter anderem einen Datenservices-Layer, der Anwendungen von ihren Datenquellen entkoppelt. In einer SOA ließen sich damit Datendienste unabhängig von starren Applikations-Silos nutzen, beschrieb Yeaton die Vorteile. Davon profitierten vor allem Red-Hat-Kunden, die ihre Legacy-Anwendungen mit Hilfe von SOA-Konzepten modernisieren wollten. Unterm Strich erhofft sich der Linux-Distributor wachsende Einnahmen mit seiner Jboss-Sparte. Red Hat hatte Jboss im April 2006 übernommen .

Die 1998 gegründete MetaMatrix zählt eine Reihe großer Organisationen zu ihren Kunden, darunter die Finanzdiensleister Credit Suisse, und Merrill Lynch, das US-Verteidigungsministerium und die britische Regierung. Seine Produkte offeriert das Unternehmen bislang über klassische Softwarelizenzen. Red Hat will die zugekauften Systeme künftig ebenso wie den Jboss Stack unter eine Open-Source-Lizenz stellen und über ein Abonnement-Modell vertreiben. Yeaton verwies auf die Bedeutung des Daten-Management-Marktes, der nach Prognosen von Forrester Research in diesem Jahr ein Volumen von 1,3 Milliarden Dollar erreichen soll.

Mehr zum Thema Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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