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Red Hat: Microsoft liegt falsch

28.02.2001 | 16:43 Uhr |

Matthew J. Szulik, CEO von Red Hat, hat auf die wiederholten Verbalattacken von Microsoft reagiert. Auf der Website von Red Hat weist er in einem veröffentlichten Statement die Anschuldigungen des Redmonder Software-Giganten vehement zurück: "Microsoft befindet sich auf der falschen Seite der Geschichte".

Matthew J. Szulik, CEO von Red Hat, hat auf die wiederholten Verbalattacken von Microsoft reagiert. Auf der Website von Red Hat weist er in einem veröffentlichten Statement die Anschuldigungen des Redmonder Software-Giganten vehement zurück: "Microsoft befindet sich auf der falschen Seite der Geschichte".

In den letzten Wochen hatten sich verschiedene Größen von Microsoft zu Linux geäußert. Doug Miller meinte, dass "freie Software sehr wenig Wert hat", Steve Ballmer sah in "Linux die größte Bedrohung für Microsoft" und James Allchin fällte zuletzt das vernichtende Urteil: "Open Source zerstört geistiges Eigentum und behindert Innovation" und "Linux ist unamerikanisch".

Linux könne gar kein "unreifes Produkt sein", wie Redmond behauptet. Denn es beherrsche nachweislich 30 Prozent des Server-Marktes. Es werde jeden Tag besser und ist sicherer als Windows. "Der Blue Screen des Todes beziehe sich nicht auf Linuxsysteme, sondern auf unreifen Windows-Produkte", konterte der Red Hat-Boss.

Linux bedrohe in der Tat das Kerngeschäft von Microsoft, wie man am Serverbereich sieht. Aber das sei noch nicht alles, sondern zusammen mit Open Source sei die gesamte Geschäftsstrategie des Redmonder Softwaregiganten gefährdet. Und Szulik lässt gar keine Zweifel aufkommen, was er mit "Geschäftsstrategie von Microsoft" meint: "Vorherrschaft, Monopol, totale Kontrolle und eingeschränkte Wahlmöglichkeiten für die Benutzer".

Völlig ins Gegenteil verkehrt Szulik die Aussage von Allchin, dass Open Source geistiges Eigentum zerstöre und Innovation behindere. Open Source würde stattdessen gewaltige Mengen an geistigem Eigentum schaffen. Und diese Software würde den Benutzern gehören und nicht den Firmen.

Fast schon pathetisch beendet Szulik seine Ausführungen mit den Worten "Die Geschichte beweist, dass das Streben nach Vorherrschaft und der Versuch, Freiheit zu beschneiden, immer fehlschlägt. Microsoft befindet sich auf der falschen Seite der Geschichte". (PC-WELT, 28.02.2001, hc)

www.redhat.com

On the Wrong Side of History

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