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"Red Flag Linux" setzt sich gegen MS durch

04.01.2002 | 15:37 Uhr |

Während Microsoft mit allen möglichen Mitteln gegen Linux vorgeht, kann das alternative Betriebssystem in China einen kleinen Sieg für sich verbuchen. Die "Beijing municipal government" soll sich jetzt dazu entschieden haben, Kontrakte für Betriebssysteme sowie Office-Programme unter anderem an die Vertreiber der Linux-Distribution "Red Flag Linux" zu vergeben. Softwaregigant Microsoft hatte auch mitgeboten und ging leer aus.

Während Microsoft mit allen möglichen Mitteln gegen Linux vorgeht ( wir berichteten ), kann das alternative Betriebssystem in China einen kleinen Sieg für sich verbuchen. Die "Beijing municipal government" soll sich jetzt dazu entschieden haben, Kontrakte für Betriebssysteme sowie Office-Programme unter anderem an die Vertreiber der Linux-Distribution "Red Flag Linux" zu vergeben.

Softwaregigant Microsoft, der auch mitgeboten hatte, geht leer aus. Dies berichtet das Markforschungsinstitut Gartner . Nach Aussage des Instituts hat sich Microsoft die Niederlage unter anderem auf Grund seiner Verhandlungstaktik selbst zu zuschreiben. Von sieben Unternehmen, die sich um Verträge bemüht haben, konnten sechs auch einen Vertragsabschluss für sich verbuchen. Allerdings handelte es sich bei den ausgewählten Unternehmen ausschließlich um chinesische Anbieter. Politische Hintergedanken beim Auswahlverfahren sind somit nicht auszuschließen.

Darüber hinaus soll die Förderung von "Red Flag Linux" durch die chinesische Regierung eine wesentliche Rolle bei der Auswahl gespielt haben.

Fazit: Es bleibt abzuwarten, wie es für Microsoft in diesem Land, das sich nach den Vorhersagen der Experten bis 2010 zum drittgrößte IT-Markt der Welt entwickeln könnte, weitergeht.

Microsoft verklagt Lindows-Macher (PC-WELT Online, 21.12.2001)

Microsoft: Kein Office für Linux (PC-WELT Online, 10.12.2001)

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