10.01.2012, 18:06

Michael Söldner

Rechtsstreit

US-Rüstungskonzern will sein Kriegsgerät aus Battlefield 3 entfernen

©ea.com

Der Rüstungskonzern Textron wehrt sich gegen die Verwendung seiner Hubschrauber im Kriegsspiel Battlefield 3. Publisher Electronic Arts reagiert mit einer Gegenklage.
Käufer erwarten von aktuellen Kriegsspielen ein größtmögliches Maß an Realismus. Diesem Wunsch kommen die Publisher mit der Verwendung realer Kriegsgeräte in ihren Spielen nach. Im Falle von Battlefield 3 geschah dies jedoch zum Unmut des Rüstungskonzerns Textron Inc. Das Unternehmen möchte seine Bell-Helikopter nun aus dem Spiel entfernen lassen.

Die Waffenschmiede konnte sich außergerichtlich offenbar nicht mit dem Hersteller Electronic Arts einigen. Eine Entfernung der genutzten Hubschrauber-Modelle AH-1Z Viper, UH-1Y und V-22 Osprey sei aus technischer Sicht ausgeschlossen. Nun holt der Publisher überraschend zum Gegenschlag aus.
Vor einem Gericht im Northern District von Kalifornien hat Electronic Arts Klage eingereicht und fordert darin die generelle Erlaubnis für Spielehersteller, aktuelle Waffensysteme ohne Einwilligung der Hersteller in Kriegsspielen verwenden zu dürfen. Nach Ansicht des Publishers sei dies durch die Verfassung abgedeckt und Teil der Meinungs- und Pressefreiheit. Die Verwendung von aktuellem Kriegsgerät in Videospielen sei außerdem Teil der künstlerischen Freiheit und dürfte daher nicht untersagt werden.
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