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Microsoft verklagt Motorola

29.08.2011 | 20:04 Uhr |

Microsoft will mit einer Klage den Verkauf von Motorola-Handys in den USA verhindern und sieht eine Vielzahl an eigenen Patenten verletzt.

In den USA ist es zu einem neuen Rechtsstreit zwischen zwei Großkonzernen gekommen. Microsoft will bei der schon bald zu Google gehörenden Handysparte von Motorola eine Verletzung von sieben eigenen Patenten erkannt haben. Sowohl bei der Synchronisation der Kalender und Kontakte als auch bei der Benachrichtigung über die Signalstärke soll Motorola demnach bei Microsoft abgeschaut haben.

Motorola ist zwar ein US-amerikanisches Unternehmen, die Herstellung der Mobiltelefone erfolgt jedoch im Ausland. Trotzdem könnte die internationale Handelsorganisation die Einfuhr der Geräte untersagen lassen. Dies könnte eine wahre Klageflut durch Microsoft auch in anderen Marktbereichen hervorrufen.

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Durch die Übernahme der Mobilfunksparte Motorola Mobility für 7,7 Milliarden US-Dollar wollte Google ursprünglich eine Vielzahl an Patenten erstehen, um seine eigenen Android-Handys besser am Markt etablieren zu können. Ein Großteil dieser Patente stammt noch aus der Anfangszeit des Mobilfunks und geht schon bald in den Besitz von Google über.

Ein Ende der Klagewelle ist indes nicht in Sicht. Gegen Hersteller HTC, der ebenfalls Android-Smartphones anbietet, konnte Microsoft schon einen Teilsieg gewinnen. HTC hingegen befindet sich in einem Rechtsstreit mit Apple , die derzeit wiederum rechtlich gegen Samsung vorgehen.

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