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Rechtliche Fallstricke im Netz - Webnutzer müssen Regeln beachten

06.12.2006 | 12:35 Uhr |

Wer im Internet etwas veröffentlicht - ob Text, Bild, Audio oder Video - sollte dabei bestimmte Regeln beachten. Dass zum Beispiel Beleidigungen auch in Online-Foren verboten sind, ist hinreichend bekannt. Doch viele andere Rechtsverletzungen sind für Laien nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

So kann es etwa Ärger geben, wenn das private eBay-Angebot zu umfangreich und dadurch gewerblich wird, oder wenn der Betreiber einer privaten Homepage auf eine Seite mit illegalem Inhalt verlinkt. Wenn im Internet diskutiert wird, beispielsweise in einem Forum, gelten die gleichen Regeln und Gesetze wie in der Kneipe an der Ecke. Der Unterschied ist, dass die Worte nicht verhallen, sondern in den meisten Fällen für lange Zeit archiviert werden und auch später noch gelesen werden können. "Als User sollte ich mit dem, was ich in einem Forum von mir gebe, entsprechend vorsichtig sein", sagt Joerg Heidrich, Rechtsanwalt für Internet- und Medienrecht in Hannover.

Dabei sollten Benutzer es nicht nur vermeiden, andere Forenteilnehmer zu beleidigen. Auch das Veröffentlichen von personenbezogenen Daten kann Ärger nach sich ziehen. "Außerdem darf in einem Forum beispielsweise kein Boykottaufruf gestartet werden", sagt Heidrich. Wer trotzdem seinen Unmut über ein Unternehmen kundtun möchte, sollte lieber aus der Ich-Perspektive formulieren. "Man kann also durchaus schreiben "Ich kaufe dort nicht mehr"", sagt Heidrich.

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