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Rapidshare-Urteil könnte Zukunft von Filehostern verändern

14.07.2012 | 05:44 Uhr |

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Speicherplattformen dazu verpflichtet, selbständig gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen.

Inwieweit sind Anbieter von Webspeicher für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer verantwortlich? Diese Grundfrage wurde nun vom Bundesgerichtshof im einem Urteil geklärt. Demnach müssen die Betreiber von Angeboten wie Rapidshare gegen illegale Inhalte auf ihren Servern vorgehen und Schwarzkopien von Software, Videos oder Musik entfernen.

Als Kläger trat der französische Publisher Atari auf, der die illegalen Downloads seines Spiels Alone in the Dark über Rapidshare verhindern wollte. In weiteren Instanzen muss nun geklärt werden, wie Filehoster künftig mit Urheberrechtsverletzungen umgehen müssen. Bislang waren die Betreiber solcher Dienste lediglich dazu verpflichtet, illegale Inhalte nach einem Hinweis zu löschen.

Die Richter in Karlsruhe möchten diese Verpflichtung dahingehend ausweiten, dass gemeldete Verletzungen über technische Filter auf das gesamte Angebot angewendet werden. Findet sich also ein bereits entferntes Spiel oder Programm an anderer Stelle wieder, müsste auch dieses sofort gelöscht werden.

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Auch ein proaktives Eingreifen der Filehoster wird gefordert. Sobald also Links aus einschlägigen Linksammlungen zum Angebot führen, müssten die Betreiber auch diese Dateien aus ihrem Angebot entfernen.

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