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Rechner mit MP3 beschlagnahmt

18.09.2000 | 16:59 Uhr |

Die "Campus Police" der staatlichen Universität von Oklahoma hat den PC eines Studenten beschlagnahmt. Dieser hatte auf dem Universitätsgelände einen FTP-Server betrieben, von dem mindestens 40 Gigabyte für Dritte zum Download von MP3-Dateien freigegeben waren.

Die "Campus Police" der staatlichen Universität von Oklahoma hat den PC eines Studenten beschlagnahmt. Dieser hatte auf dem Universitätsgelände einen FTP-Server betrieben, von dem mindestens 40 Gigabyte für Dritte zum Download von MP3-Dateien freigegeben waren.

Bei einer durchschnittlichen Größe von vier Megabyte für eine MP3-Datei, kommt man dabei auf die stattliche Zahl von rund 10.000 Songs die der Student auf seinem Server zum Download freigegeben konnte. Der Student machte in Chat-Rooms für seinen Server Werbung, was letztlich das Interesse der RIAA (siehe Glossar) geweckt hat. Die Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie durchsucht regelmäßig das Internet nach illegalen Anbietern von MP3-Songs.

Die RIAA war es auch, die die offiziellen Stellen der Universität darüber informierte, dass einer ihrer Studenten illegal Musik über das Internet anbietet. "Solche Hinweise verschicken wir regelmäßig", meinte die Sprecherin der RIAA, Amy Weiss. Momentan wird die Festplatte des Studenten untersucht, um den von ihm verursachten Schaden beziffern zu können.

Gerade Universitäten, die ihren Studierenden oftmals einen Highspeed-Internet-Zugang zur Verfügung stellen, geraten zunehmend in das Visier der RIAA-Kontrollen gegen illegalen Vertrieb und Tausch von MP3-Dateien. Denn über diese Anschlüsse lassen sich MP3-Dateien sehr schnell herunterladen und bieten sich zudem als ideale Server-Punkte an. (PC-WELT, 18.09.2000, mp)

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