Realistische Physik-Engine
Gegenstände fühlen sich in Half Life 2 wirklich echt an. Nimmt Gordon eine Dose in die Hand und wirft sie gegen ein Fenster, dann zerbricht dieses. Steine lassen sich nicht so weit werfen und ins Wasser geworfene Plastiktonnen verhalten sich ungemein realistisch. Hinter einem Pappkarton in Deckung vor den Schüssen der Gegner zu gehen, ist keine gute Idee. Eine gute Idee ist es allerdings, eine Brücke dadurch zum Einsturz zu bringen, in dem auf Benzinfässer geschossen wird, die an den Brückenpfeiler stehen. Einige Gegner werfen sogar mit Fässern auf den Spieler.
Valve hat es verstanden, die Physik-Engine zum Teil des Spiels werden zu lassen. Wir ertappten uns dabei, wie wir minutenlang in einem Bereich verweilten, nur um mal mit den ganzen herumliegenden Gegenständen zu spielen und die Physik-Engine auszuprobieren. "Hm - was passiert, wenn ich die Flasche einem Polizisten ins Gesicht werfe", war einer der Gedanken und wir mussten anschließend prompt die Flucht ergreifen, weil dieser unser Experiment gar nicht witzig fand.
Viele der Rätsel, ja in Half Life 2 gibt es echt viele sogar teilweise knifflige Rätsel, lassen sich nur lösen, wenn Sie einen genauen Blick in die Umgebung werfen. Kleines Beispiel. Sie wollen auf die andere Seite eines Ganges, doch zwischen Ihnen liegt Wasser. Beim Tauchen im Wasser fällt Ihnen auf, dass auf Grund Kisten durch Holzleisten am Grund festgehalten werden. Mit der Brechstange zertrümmern Sie die Leisten und die Holzkisten schweben nach oben. Dort wieder angelangt können Sie auf die Kisten springen und somit das Hindernis überwinden.
Andere Rätsel sind etwas kniffliger und erstrecken sich über große Areale. Hier ist dann einiges an Kopfarbeit und Improvisation angesagt. Wie war das noch mal bei anderen Shootern? "Finde rote Karte und öffne damit rote Tür." So was werden Sie in Half Life 2 nicht finden - und das ist auch gut so.
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