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RealPlayer versteht Windows Media

RealNetworks hat Microsofts Streaming-Media-Format Windows Media Audio (WMA) für den Einsatz im RealPlayer und der RealJukebox lizenziert. Von der Vereinbarung werden die Anwender profitieren, die auf alle Inhalte zugreifen können - egal im welchem Format sie vorliegen. Und natürlich die Anbieter von Web-Inhalten, da sie ihre Inhalte nicht länger in beiden Formaten zur Verfügung stellen müssen.

RealNetworks hat das Streaming-Media-Format Windows Media Audio (WMA) seines Erzrivalen Microsoft für den Einsatz im RealPlayer und der RealJukebox lizenziert. Laut Firmenchef Rob Glaser will RealNetworks dadurch lediglich die Funktionalität seiner Produkte erweitern. Ein Sieg Microsofts im Kampf der beiden Konkurrenten bedeute der Deal keineswegs.

RealNetworks will den verbreiteten RealPlayer und seine RealJukebox auch in Zukunft in Konkurrenz zu Microsoft anbieten. Aber jetzt darf das Unternehmen auch Microsofts Technik in seine Produkte integrieren. Von der Vereinbarung werden die Anbieter von Web-Inhalten profitieren, da sie ihre Inhalte nicht länger in beiden Formaten zur Verfügung stellen müssen. Und natürlich die Anwender, die auf alle Inhalte zugreifen können - egal im welchem Format sie vorliegen.

Allerdings könnte sich RealNetworks mit seinem Vorstoß ins eigene Fleisch schneiden. Schließlich berechnet der bislang unangefochtene Marktführer im Bereich Streaming-Software 30 Dollar für die Verwendung der Plus-Version seines Players. Microsoft gibt seinen Player dagegen kostenlos ab. Analysten zufolge haben viele Anwender daher zusätzlich die Microsoft-Software installiert, als diese im letzten Jahr auf den Markt kam.

Microsoft wirbt für sein Format mit dem Hinweis auf die Integration eines Systems, das die Rechte von Labels und Künstlern berücksichtigt: das so genannte Digital-Rights-Management-System (DRM). RealNetworks hat dagegen noch keinen einheitlichen Kopierschutz in seine Produkte integriert, sondern setzt statt dessen auf die diversen DRM-Produkte der Internet-Anbieter.

Laut Microsoft haben bereits rund 70 weitere Firmen - darunter auch Yahoo - das WMA-Format lizensiert. Damit sei man auf dem Weg zu einem einheitlichen Standard für die Echtzeit-Übertragung von Audio und Video im Internet. (PC-WELT, 15.03.2000, sp)

Update für RealPlayer 7 (PC-WELT Online, 14.3.2000)

Microsoft erweitert den Windows Media Player (PC-WELT Online, 11.2.2000)

Gratis-Download: RealPlayer 7 (PC-WELT Online, 12.1.2000)

Verdrängt Microsoft den RealPlayer? (PC-WELT Online, 17.11.99)

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