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Real: 299-Euro-PC mit Linspire (Update)

30.03.2006 | 15:12 Uhr |

Für viele Zwecke reicht ein minimalistisch ausgestatteter Rechner zum ebensolchen Mini-Preis völlig. Real bietet genau so einen Spar-PC an. Um den Preis unter 300 Euro drücken zu können, verzichtete der Discounter allerdings auf Windows XP und setzt stattdessen das Betriebssystem Linspire ein.

Der Linspire-PC steht seit dem 27. März in den Real-Filialen zum Verkauf bereit. Allerdings nur in den neuen Bundesländern, wie die Pressestelle von Real auf Anfrage der PC-WELT bestätigte: "Mit dem Angebot eines Heim-PCs mit Linux-Betriebssystem möchten wir zunächst die Resonanz bei unseren Kunden testen, ob sich auch PC-System mit einem zum gängigen Microsoft-Betriebssystem alternativen Betriebssystem verkaufen lassen. Mit der Linspire-Vorinstallation folgen wir einer Empfehlung des PC-Herstellers."

Bei der Hardware-Ausstattung ist allerdings Bescheidenheit angesagt: Ein Intel Celeron D336 mit 2,8 GHz und On-Bord-Grafik sorgt zusammen mit 256 MB Arbeitsspeicher für Leistung. Der Audio-Chip sitzt ebenfalls auf der Hauptplatine. Die Festplatte (5400 Umdrehungen pro Minute) ist 40 GB groß, ein Brenner fehlt, lediglich ein DVD-ROM-Laufwerk ist vorhanden. Ins Internet geht es wahlweise mit Fast-Ethernet 10/100 Mbit oder 56K-Modem. Funk-Tastatur und Funk-Maus liegen bei. Ein Card-Reader ist integriert.

Informationen zum 299-Euro-Rechner findet man nur in den Werbeflyern von Real, die in den neuen Bundesländern verteilt wurden. Auf der Website von Real sowie in den Westfilialen findet man dagegen keinen Hinweis auf diesen Billig-Rechner.

Bei Linspire handelt es sich um ein Linux-Derivat, das für sich in Anspruch nimmt, besonders einfach zu bedienen und damit einsteigerfreundlich zu sein. Typisch für Linspire ist die Möglichkeit, weitere Software via Internet von einem speziellen Portal – das CNR-Warehouse - herunterladen zu können.

Bundesweit bietet Real dagegen einen Einsteiger-PC mit Windows XP an. Dieser Rechner hat allerdings auch eine größere Festplatte und einen DVD-Brenner. Dafür müssen Sie dann aber auch 399 Euro bezahlen.

Bleibt abzuwarten, ob der Billigheimer mit Linspire von den Kunden angenommen wird. Linux respektive Linspire ist nicht jedermanns Sache. Als Surfstation dürfte der PC ausreichend sein, ebenso zum Schreiben von Briefen. Sobald es aber darum geht, gewohnte Windows-Anwendungen zu starten oder mal eben die EXE-Datei zu installieren, die man von einem Bekannten bekommen hat, stehen Einsteiger vor Problemen.

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