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Ubuntu erhält "Kill Switch" für umstrittene Amazon-Suche

28.09.2012 | 13:09 Uhr |

Die Entwickler von Canoncial reagieren auf die Kritik der Ubuntu-Nutzer über die geplante Integration der Amazon-Suche. Über einen so genannten Kill Switch wird sich die Funktion nun doch abschalten lassen.

Trotz aller Beschwichtigungsversuche von Canoncial-Chef Mark Shuttleworth hatten die Pläne, die Amazon-Suche in Ubuntu 12.10 zu integrieren, für viel Kritik gesorgt .Shuttleworth hatten den Nutzern in einem Blog-Eintrag versichert, dass ihre Privatsphäre und der Datenschutz gewahrt bleiben würden und die Nutzer von der neuen Funktion profitieren würden. Letztendlich profitiert aber auch Canonical finanziell von der Funktion, denn das Unternehmen wäre an allen Umsätzen bei Amazon über die Funktion prozentual beteiligt. Die Einnahmen sollen in die weitere Förderung von Ubuntu fließen.

Zwei von einander getrennte Untersuchungen hatten aber ergeben, dass die Erklärung der neuen Funktion von Shuttleworth wohl doch nicht ganz korrekt gewesen ist und doch mehr User-Informationen an die Amazon-Server übertragen werden könnten, als den Usern vielleicht bewusst wäre. Der Ubuntu-Community-Manager Jonon Bacon hat auf die neue Kritik reagiert und verspricht, dass alle Suchanfragen an Amazon in verschlüsselter Form übertragen werden sollen. Außerdem habe sich Canoncial dafür entschieden, nun einen Kill Switch einzubauen, über den die Nutzer die neue Amazon-Suchfunktion abschalten können.

Der Kill Switch wird aber auch einen Nebeneffekt haben: Mit dem Schalter werden die Einblendung aller Online-Suchergebnisse im Unity Dash abgeschaltet.

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