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Microsoft reagiert auf Googles Windows-Rausschmiss

02.06.2010 | 11:27 Uhr |

Google-Mitarbeiter dürfen kein Windows mehr auf ihren Rechnern verwenden. Das war am Dienstag bekannt geworden. Nun hat auch Microsoft auf diese Berichte reagiert und verteidigt sein Betriebssystem vor - angeblich falschen - Vorwürfen.

Solange die Google-Mitarbeiter keinen guten Grund angeben, müssen sie auf ihrem Rechner entweder Linux oder MacOS einsetzen. Windows ist dagegen tabu. Das hatte die Financial Times gemeldet. Begründet wurde dies damit, dass Google auf die Nutzung von Windows wegen Sicherheitsbedenken verzichte. Unmittelbarer Anlass für die Aktion soll der Hackangriff auf Google aus China gewesen sein, der im Januar bekannt wurde.

Im offiziellen Windows Team Blog hat nun Microsofts Brandon LeBlanc auf diese Berichte reagiert. Der Name "Google" fällt in dem Blog-Eintrag nicht, sondern LeBlanc spricht lediglich von "einem bestimmten Unternehmen", dass die Nutzung von Windows reduziere.

"In dem Fall steckt eine Ironie, die nicht zu übersehen ist", so LeBlanc und verweist auf die Yale Universität. Dort habe man die Nutzung von Google Mail und Google Apps verschoben, weil man Bedenken beim Datenschutz und der Sicherheit gehabt habe.

Die Financial Times zitiert LeBlanc mit den Worten, dass Windows anfälliger für Attacken von Hackern und Computerviren zu sein, als andere Betriebssysteme. "Die Fakten unterstützen diese Behauptung nicht", stellt LeBlanc klar und verweist auf einen Bericht beim US-IT-Dienst Cnet, laut dem selbst Hacker erklären, dass Microsoft mittlerweile eine bessere Arbeit als andere Hersteller mache, was die Absicherung seiner Produkte anbelangt. LeBlanc fügt hinzu, dass dies auch Unternehmen bestätigen würden, zu denen Cisco gehöre.

Anschließend verweist LeBlanc auf einen anderen Artikel, laut dem Mac-Rechner von gefährlicher Malware attackiert werden und die Frage aufwirft, ob dies ein Zeichen dafür sei, was auf Apple und die Sicherheit zukäme.

Abschließend listet LeBlanc auf, was Microsoft zur Verbesserung der Sicherheit seiner Produkte macht. Dazu zählen die regelmäßigen Patch-Days, die in Windows integrierte Auto-Update-Funktion, die Systeme mit Updates versorgt und vor aktuellen Attacken schützt. LeBlanc weist aber auch auf die Sicherheitsfunktionen in Windows hin, zu denen Bitlocker, die verbesserte Windows Firewall, der integrierte Jugendschutz, Internet Explorer 8 mit seiner SmartScreen-Filter-Technologie und die ASLR-Technologie gehören. ASLR steht für Adress Space Layout Randomization und sorgt dafür, dass Daten an zufälligen Orten im Speicher abgelegt werden, damit Angreifer sie nicht auslesen können.

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