21.08.2012, 19:04

Michael Söldner

ReDigi

US-Startup verkauft gebrauchte Downloads

©redigi.com

Normalerweise können digital erstandene Musik-Downloads nicht weiterverkauft werden. Diesen Umstand will das US-Startup-Unternehmen ReDigi ändern.
Wer noch alte Schallplatten oder CDs in seinen Regalen schlummern hat, kann diese ohne Probleme im Internet verkaufen. Digital erworbene MP3-Dateien lassen sich jedoch nicht mehr zu Geld machen. Genau diesen Nachteil will das Startup-Unternehmen ReDigi in Zukunft beheben. Im Gegensatz zu Apples iTunes sind Lieder dort für knapp die Hälfte des Preises erhältlich. Die Original-Datei des Verkäufers wird vor der Transaktion durch spezielle Software überprüft und danach von seinem Gerät gelöscht.

Damit soll verhindert werden, dass eine Datei sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer gleichzeitig genutzt werden kann. Im Gegenzug könnte es wie in normalen Geschäften passieren, dass bestimmte Musikstücke nur einmal verfügbar und danach vorerst ausverkauft sind. Aktuell bietet ReDigi lediglich Musikstücke aus dem iTunes Store an. Den Erlös aus dem Verkauf teilen sich die Betreiber mit dem Verkäufer, doch auch der Künstler erhält einen Abschlag.
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Beim Verband der US-Musikindustrie RIAA stößt das Konzept von ReDigi jedoch auf wenig Gegenliebe, eine entsprechende Unterlassungsaufforderung sei bereits unterwegs. Die Plattenfirma Capitol Records geht sogar weiter und hat eine Klage gegen ReDigi eingebracht.
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