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Videospiel für krebskranke Kinder

16.01.2008 | 12:56 Uhr |

Ein Videospiel soll krebskranken Kindern die Erkrankung erläutern und Mut machen. Während sie spielen, sollen sie lernen, was in ihrem Körper geschieht, und dass sich das Kämpfen lohnt.

Auf Kinderkrebs-Stationen finden sich junge Patienten, die aufgrund ihrer schweren Krankheit für einige Zeit ans Bett gefesselt sind. Oft sind sie verunsichert oder verängstigt, weil sie nicht wissen, was im Körper geschieht. Das Videospiel "Re-Mission" wurde extra für diese Patientengruppe entwickelt.

Es ist ein sogenanntes "Serious Game", also eines mit seriösen und lehrreichen Inhalten. Re-Mission verfügt über 20 Level und behandelt spielerisch Ausprägungen der Krankheit wie den Gehirntumor oder das vom Krebs befallene Lymphsystem. Krebszellen werden hierbei als Quallen dargestellt, die durch den Körper toben.

Ziel des Spiels ist es, sie auf der Jagd auf die Organe zu besiegen. Als Waffe wird wie im richtigen Leben die Chemotherapie eingesetzt. Außerdem gilt es, verschiedene Symptome zu bekämpfen. Das macht im Spiel ein "Nanobot", der als winziger Roboter zu verstehen ist.

Während sie spielen, lernen die Kinder, was der Krebs mit und im Körper anstellt. In das Spiel, das zurzeit nur in englischer Sprache verfügbar ist, sind realistische 3-D-Grafiken und Soundeffekte eingebettet.

Entwickelt wurde Re-Mission von der Non-Profit-Organisation HopeLab. Sie gab 4,6 Millionen US-Dollar aus, damit Programmierer und Krebsspezialisten das Spiel auf die Beine stellen. Es soll den jungen Patienten vor allem Mut machen. Die Botschaft lautet: Wer kämpft, kann gewinnen - auch den Kampf gegen den heimtückischen Krebs.

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